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Nach Vorfall im Januar 2018 NL-Luftwaffe entschuldigt sich bei Bürgern von Klausheide

Von Wilfried Roggendorf | 12.06.2018, 19:00 Uhr

Die königliche Luftwaffe der Niederlande hat sich mit einem Schreiben bei den Bürgern von Klausheide entschuldigt. Im Januar 2018 hatten zwei niederländische Kampfjets den Ort in zu geringer Höhe und auf verbotenem Kurs überflogen.

Der Vorfall hatte sich am 24. Januar ereignet. Die beiden niederländischen Jets vom Typ F16 waren beim Anflug auf den Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range mehrfach in Flughöhen von unter 600 Meter in einen Bereich eingeflogen, wo dies nicht erlaubt ist. Daraufhin gingen beim Bürgertelefon der Bundeswehr insgesamt 31 Beschwerden von Bürgern aus Klausheide ein. Das Bundesverteidigungsministerium hatte daraufhin „in scharfer Form“ die niederländische Botschaft in Berlin um eine Stellungnahme gebeten.

Piloten belehrt

Brigadegeneral Andre Steur vom Stab Kommando Luftstreitkräfte gibt den Verstoß seiner Piloten gegen die Flugregeln für Nordhorn-Range in seinem Schreiben an die Bürger von Klausheide zu: „Ich muss anhand der angegebenen Daten feststellen, dass sich die niederländischen F-16 versehentlich nicht an die gültigen Regeln [...] gehalten haben.“ Der Offizier versichert, dass Klausheide nicht absichtlich in dieser geringen Höhe überflogen worden sei. Die beteiligten Piloten seien auf ihr Verhalten angesprochen und entsprechend belehrt worden. „Ich rechne damit, dass niederländische Flugzeuge an einem solchen Vorfall zukünftig nicht mehr beteiligt sein werden“, schreibt Brigadegeneral Steur weiter. Er wolle sich mit seinem Brief aufrichtig bei den Bewohnern von Klausheide entschuldigen.

Berling: Werden Entschuldigung weitergeben

Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling sieht das Schreiben des niederländischen Generals positiv. „Es ist gut, dass es nun auch aus den Niederlanden eine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall gibt. Das zeigt, dass man sich umfassend mit dem Vorfall beschäftigt hat und die Sache nicht im Sande verlaufen ist“, erklärte Berling auf Nachfrage unserer Redaktion. Die aufrichtige Entschuldigung der Niederländischen Luftwaffe werde er natürlich gerne an die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils Klausheide weitergeben. „Angesichts unserer sehr guten nachbarschaftlichen Beziehungen gehen wir fest davon aus, dass die Niederländer tatsächlich alles dafür tun werden, dass sich solche bedauerlichen Fehler nicht wiederholen“, sagte Berling abschließend.