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Festkonzert zum 90-jährigen Bestehen Musikverein Lohne „Botschafter der Gemeinde“

Von Manfred Buschhaus | 27.09.2011, 07:20 Uhr

„Musik bringt Freu(n)de“: Unter diesem ebenso ansprechenden wie vieldeutigen Motto hatte der Musikverein Lohne anlässlich seines 90-jährigen Vereinsjubiläums zu einem großen Konzert unter der Leitung des Dirigenten Dieter Fehren in die Mehrzweckhalle in Lohne geladen.

„Der Musikverein Lohne ist eine tragende Säule im Kulturleben des Ortes und ein Botschafter der Gemeinde“, lobte Bürgermeister Alfons Eling in seinem Grußwort und überreichte zum Zeichen des Dankes ebenso wie Pastor Reinhard Trimpe ein recht umfangreiches Flachgeschenk.

In einem kurzen Rückblick auf die Vereinsgeschichte erinnerte der 1. Vorsitzende Helmut Dankelmann an die Gründung des Vereins im Jahre 1921, die Weiterführung der Vereinstätigkeit nach dem Krieg unter der Bezeichnung „Da Capo“ und die Neugründung im Jahre 1978 unter der ursprünglichen Zielsetzung.

Stolz verwies der Vorsitzende auf die rund 50 Mitglieder, von denen 36 aktiv mit viel Freude und einem breiten Repertoire aktiv musizieren. Durch das breite Altersspektrum der Mitglieder von 15 bis 87 Jahren sei es nicht einfach, es allen recht zu machen. Beispielgebend seien die drei aktiven Vollblutmusiker Heinrich Tälkers mit 87, Bernd Koopmann mit 85 und Georg Schnieders mit 82 Jahren.

Leider werde die Nachwuchsgewinnung in der letzten Zeit immer schwerer, sagte Dankelmann. Deshalb verbinde man mit dem Konzert die Hoffnung, Musikbegeisterte für das Mitspielen oder frühere Aktive für einen Neuanfang zu gewinnen. Er danke allen Akteuren, dem Dirigenten Dieter Fehren, den Sponsoren und Unterstützern.

Viel Abwechslung

Für viele Zuschauer überraschend kam dann die Verabschiedung des Dirigenten Dieter Fehren. Man suche mit einem anderen Dirigenten neue Impulse für den Verein, erklärte Dankelmann. Anschließend führte das Orchestermitglied Martin Wassermann mit jugendlicher Unbekümmertheit locker und schlagfertig als Moderator durch das rund dreistündige Programm.

Geboten wurde an diesem Abend eine abwechslungsreiche Folge zeitgenössischer und volkstümlicher Melodien, deren Spannungsbogen von bekannten Märschen über beliebte Lieder aus dem Genre „Italienseligkeit“, Medleys von Gospels und einem Schuss „russischer Seele“, Melodien der Beatles und aus Musicals bis zu angesagten Pop- und Schlagertiteln reichte.

Gespielt wurde in beispielhafter Haltung und mit einigen netten Show-Effekten. Allerdings muss das Orchester bei den Einsätzen und dem Wechsel von Melodien und Rhythmen bei einigen Titeln noch an sich arbeiten.

Viel Beifall gab es nach den letzten Titeln –natürlich waren Zugaben „fällig“.