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Debatte um Baulandpolitik Kommentar: Rat sendet wichtiges Signal

Von Ludger Jungeblut | 28.07.2012, 07:52 Uhr

Es war richtig, dass die SPD mit ihrer Kritik an der Neufassung der Vergaberichtlinien für Baugrundstücke eine intensive Diskussion im Rat Wietmarschen auslöste, auch wenn die CDU-Mehrheitsfraktion ihrem Änderungsantrag letztlich nicht zustimmte.

Bei diesem sensiblen Thema galt es, alle Argumente sorgfältig abzuwägen, um Konflikte zwischen Bauwilligen und der Gemeinde von vornherein zu vermeiden. Wenn die Kommune den Wünschen der Bürger entgegenkommen kann, erzeugt sie bei ihnen ein großes Maß an Zufriedenheit. Rat und Verwaltung sendeten das wichtige Signal, dass die Kommune alles unternimmt, um weiterhin eine attraktive Wohngemeinde zu sein. Dies trifft vor allem auf den Ortsteil Lohne zu. Zwischen den Mittelzentren Lingen und Nordhorn gelegen, ist der Bauboom ungebrochen. Langfristig wird die Gemeinde aber versuchen müssen, mehr Bauwillige in den Ortsteil Wietmarschen zu lenken, zumal hier im Gegensatz zu Lohne mehr Flächen nahe des Ortskerns zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Eling appellierte an die Sozialdemokraten, ihn künftig bei der Beschaffung von günstigem Bauland in Lohne zu unterstützen, weil dann der von der SPD befürchtete Konkurrenzkampf zwischen Senioren und kinderreichen Familien nicht eintritt. Damit drehte er den Spieß geschickt um. Der Bürgermeister wollte auf diese Weise die SPD dazu bewegen, ihren Widerstand gegen das neue Baugebiet zwischen dem Westring und der A31 aufzugeben.