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Schafstall Moormann besichtigt Kinder in Wietmarschen erfahren alles über Schafe

Von PM. | 12.08.2019, 16:18 Uhr

Alles zum Thema Schafe haben kürzlich 20 Kinder im Rahmen der Ferienpassaktion der Gemeinde Wietmarschen bei der Besichtigung des Schafstalls Moormann im Ortsteil Schwartenpohl erfahren.

„Wie bekamen früher die Menschen ihre Kleidung? Was machte damals eigentlich ein Schäfer?“ Antworten auf diese und mehr Fragen bekamen kürzlich 20 Kinder der Gemeinde Wietmarschen bei der Ferienpassaktion „Von der Wolle zur Socke“. Die Mädchen und Jungen besuchten laut Pressemitteilung des Heimatvereins Wietmarschen für einen Nachmittag den Schafstall der Familie Moormann in Schwartenpohl. Dieser wurde noch bis 1950 genutzt und beherbergte seinerzeit bis zu 100 Schafe. Im Jahr 2004 wurde er naturgetreu restauriert und kann seitdem jederzeit von Besuchern eigenständig besichtigt werden.

"Die haben so ein schönes Fell"

Adolf Liening vom Heimatverein erzählte den Kindern Wissenswertes über Schafe und über die Aufgaben des Schäfers, während sie zwei Schafe in einem kleinen Gehege anfassen durften. „Die haben so ein schönes Fell“, fanden einige Kinder und streichelten die Tiere immer wieder. „Von der Wolle eines Schafes kann man ungefähr drei Paar Socken stricken“, erzählte Adolf Liening und zeigte eine alte Schere, mit der ein Schäfer bis zu 30 Schafe am Tag geschoren hat. Dann demonstrierte Rudi Varelmann die Kleidung eines Schäfers: Ein großer dunkler Hut, ein grauer Umhang und dicke Holzschuhe mit einem verlängerten Beinschutz gegen die Feuchtigkeit.

Das Kämmen von Rohwolle vorgeführt

Als Nächstes gingen die Ferienpassteilnehmer in den Schafstall, wo verschiedene alte Geräte und ein Ackerwagen ausgestellt sind. Hier führten zwei Frauen vor, wie früher Rohwolle gekämmt und mit einem Spinnrad zu einem feinen Faden gesponnen wurde. Somit entstand ein Wollknäuel, aus dem zum Beispiel Socken gestrickt werden konnten. Das Kämmen probierten die Kinder direkt selber aus. Anschließend bastelten sie an zwei langen Tischen. Die Mädchen und Jungen schnitten kleine Schafe aus Pappe aus, malten ihnen Gesichter und klebten zurechtgezupfte Wolle auf die Körper. Trotz der sommerlichen Temperaturen bekamen alle gebastelten Schafe ein richtig dickes Kuschelfell. Einige Kinder waren besonders fleißig und machten eine ganze Schaffamilie.