Gemeindebrandmeister zieht Bilanz Viele Neuerungen für Feuerwehren in Westoverledingen

Sieben Feuerwehrkameraden erhielten von Gemeindebrandmeister Heino Veenekamp (2. von links) und seinen Stellvertretern Joachim Lassahn und Frank Harms (von links) Urkunden für Beförderungen: (von links) Onno Walker, Matthias Vahling, Jürgen Neumann, Michael Steppuhn, Andre Heeren, Jochen Niemand und Jens Schmidt. Foto: Hermann-Josef DöbberSieben Feuerwehrkameraden erhielten von Gemeindebrandmeister Heino Veenekamp (2. von links) und seinen Stellvertretern Joachim Lassahn und Frank Harms (von links) Urkunden für Beförderungen: (von links) Onno Walker, Matthias Vahling, Jürgen Neumann, Michael Steppuhn, Andre Heeren, Jochen Niemand und Jens Schmidt. Foto: Hermann-Josef Döbber

Ihrhove. Besondere Ereignisse waren 2016 für die Gemeindefeuerwehr Westoverledingen die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses in Ihrhove, der Wechsel der Feuerwehrführung von Holger Bleicher auf Heino Veenekamp, die Digitalisierung, die Anschaffung eines neuen Einsatzleitwagens (ELW) und der Aufbau einer LuK-Gruppe (Information und Kommunikation).

Gemeindebrandmeister Heino Veenekamp sagte auf der Jahresversammlung des Gemeindekommandos im Feuerwehrhaus, man könne das letzte Jahr auch als eines der „Neuerungen“ bezeichnen. Zudem sei der ELW 1 mit der eingebauten Technik und den Zugriffsmöglichkeiten auf moderne Kommunikationsmittel eine Bereicherung für die Arbeit der Wehren.

Um zu gewährleisten, dass dieses Fahrzeug im Einsatzfall zu jeder Tageszeit mit dem entsprechenden kompetenten Personal besetzt werden kann, sei eigens eine Informations- und Kommunikationseinheit, kurz Luk-Gruppe, eingerichtet worden. Der Umsetzung sei ein Umdenken in den tradierten und routinierten Denk- und Arbeitsweisen vorausgegangen. Veenekamp gab sich überzeugt, dass es in Zusammenarbeit zwischen den Ortsfeuerwehrführungen und der Gemeindefeuerwehr gelungen sei, die veränderten Bedingungen und Herausforderungen zu bewältigen. „Diese Denkweise kommt unserem Nachwuchs zugute.“

Die Digitalisierung habe sich fast unbemerkt schnell in die Feuerwehrarbeit eingeschlichen. Mit Einführung des neuen Verwaltungsprogramms „FeuerON“ sei ein völlig neues Programm und eine andere Datenerfassung auf die Wehren zugekommen. Um diese bewältigen zu können, erfolgte die Einrichtung der Funktionen des Gemeindeadministrators und der Ortsadministratoren. Die ersten Schulungen dieser Feuerwehrmänner hätten bereits stattgefunden. Für die Administratoren wurde eine „WhatsApp“-Gruppe eingerichtet. Inzwischen seien etliche Fragen und Antworten ausgetauscht und beantwortet worden, so Veenekamp.

Die Wehren in Breinermoor, Esklum, Flachsmeer, Folmhusen, Großwolde, Grotegaste, Ihren, Ihrhove, Steenfelde, Völlen, Völlenerfehn mit der Löschgruppe Mitling-Mark und Völlenerkönigsfehn wurden zu 110 Einsätzen gerufen. Diese teilten sich in 60 Brandeinsätze, 45 Hilfeleistungen und fünf Übungen auf. Fehlalarme habe es keine gegeben. Im Großen und Ganzen sei es ein „normales“ Einsatzjahr gewesen. 20 der 110 Einsätze (18 Prozent) seien in die Nachtstunden gefallen, die übrigen verteilten sich auf die Regelarbeitszeit von 6 bis 16 Uhr und die „Freizeit“ von 16 bis 22 Uhr. Insgesamt 57 Lehrgänge auf Kreis- und 16 auf Landesebene seien besucht worden.

Die Gesamtstärke der Gemeindefeuerwehr betrug am Jahresende insgesamt 506 Mitglieder. Bei den Aktiven habe es gegenüber 2015 einen Rückgang um vier auf 358 Mitglieder gegeben. „Sicherlich eine Zahl, die sich sehen lassen kann. Bei der kann sich die Bevölkerung auch weiterhin in Sicherheit wiegen.“ Einige gute Ideen der AG Demografie zur Förderung von Feuerwehrmitgliedern hätten bereits umgesetzt werden können.

Dem von Frank Harms vorgetragenen Bericht der vier Jugendfeuerwehren war zu entnehmen, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzte. Die Zahl der Mitglieder sei in 2016 um zwei auf 70 angestiegen. „Ein Verdienst der beiden Gemeindejugendfeuerwehrwarte in Zusammenarbeit mit den Jugendwarten und Betreuern.“ Von 13 möglichen wechselten acht Jungen und Mädchen in die Einsatzabteilung.

In einem Grußwort sprach Gemeindebürgermeister Theo Douwes (parteilos) den Feuerwehrkameraden seinen Dank und Anerkennung aus. „Die Menschen brauchen euch, sie vertrauen euch. Lasst uns zusammen die Zukunft gestalten.“


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