Masterplan Ems Tidesteuerung soll Schifffahrt weniger belasten

Die flexible Tidesteuerung durch das Emssperrwerk bei Gandersum im Kampf gegen den Schlickeintrag soll die Belastung für die Schifffahrt minimieren. Foto: Christoph Assies/ArchivDie flexible Tidesteuerung durch das Emssperrwerk bei Gandersum im Kampf gegen den Schlickeintrag soll die Belastung für die Schifffahrt minimieren. Foto: Christoph Assies/Archiv

Leer. Die Auswirkungen der flexiblen Tidesteuerung durch das Emssperrwerk bei Gandersum auf die Schifffahrt sollen minimiert werden. Das haben Vertreter von Bund und Land der regionalen Wirtschaft zugesichert.

Im Maritimen Kompetenzzentrum in Leer versprachen Vertreter des Landes-Wirtschaftsministeriums und der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt der Wirtschaft, gemeinsam mit ihr und noch vor Beginn des öffentlich-rechtlichen Planfeststellungsverfahrens entsprechende Möglichkeiten auszuloten. Demnach soll es ab sofort einen dauerhaften Dialog geben, in den die Bedürfnisse und Ideen der Schifffahrt und der Hafenwirtschaft eingebracht werden sollen. Wie es in einer Pressemitteilung der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050 beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems weiter heißt, hatte Staatssekretärin Birgit Honé zuvor in einem Schreiben an die Wirtschaft betont, dass die Belange der maritimen Wirtschaft bei allen künftigen Überlegungen in zeitnahen Gesprächen und mit dem gebührenden Gewicht berücksichtigt würden.

Hintergrund des Treffens sind der Mitteilung zufolge Befürchtungen der Schifffahrt und der hafenaffinen Wirtschaft an der Ems, dass die Schließzeiten des Sperrwerks wegen einer flexiblen Tidesteuerung Schiffsverkehr und Warentransport auf dem Fluss stark behindern könnten. Grundlage für die Ausarbeitung der konkreten Betriebspläne für die Tidesteuerung sei ein Ausgleich zwischen der Wirksamkeit für die Schlickreduzierung in der Ems und der Verträglichkeit für die maritime Wirtschaft, hieß es bei dem Gespräch vor rund 40 Wirtschaftsvertretern in Leer.


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