Nur noch knapp hinter Hamburg Steht bundesweit größtes Miniaturland bald in Leer?

Von Jan-Hendrik Kuntze

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Leer. Das Leeraner Miniaturland strebt in diesem Jahr an, die Marke von 100.000 Besuchern zu knacken. Das berichtet Jan-Christoph Kerski vom Miniaturland im Gespräch mit unserer Redaktion. Für die nächsten Jahre plane man außerdem, das bundesweit größte Miniaturland zu werden.

Im Sommer letzten Jahres wurden im Miniaturland Leer umfangreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt. Neben einer neuen Eingangshalle inklusive Bistro und Shop wurde auch ein Minigolfplatz auf dem Gelände des Miniaturlands eröffnet. Ab diesem Jahr ist auch eine mediterrane Grillhütte in Betrieb, die gemietet werden kann. Laut Kerski haben sich die Umbaumaßnahmen gelohnt. „Seit dem Ende der Bauarbeiten im September konnten wir eine Steigerung der Besucherzahlen um rund 33 Prozent feststellen“, so Kerski. Im gesamten Jahr 2016 besuchten 72.500 Gäste die ostfriesische Modellbauwelt. Ein Jahr zuvor konnte man rund 64.000 Besucher begrüßen. Für Kerski ist das Ziel für 2017 klar: „Wir wollen die 100.000-Marke deutlich durchbrechen.“

Doch nicht nur mit Blick auf die Besucherzahlen ist das Miniaturland Leer auf Expansionskurs. Denn die Modellbauwelt wird stetig vergrößert. Allein in diesem Jahr ist eine Erweiterung der Modellfläche um 150 Quadratmeter geplant. Dann werden auch Oldenburg, Edewecht, Friesoythe und Westerstede im Maßstab von 1:87 nachgebaut sein. Schon bald wird Leer dem Miniatur-Wunderland Hamburg den Rang als größte Modellbauwelt Deutschlands abgelaufen haben, prophezeit Kerski. Denn schon jetzt sei man mit einer Modellfläche von 1100 Quadratmetern nur noch 200 Quadratmeter hinter den Hansestädtern. „Doch im Unterschied zu den Hanseaten haben wir noch eine Freifläche von 2500 Quadratmetern zur Verfügung“, so Kerski. Diese soll bis Ende 2020 bebaut sein. „Wir streben an, Deutschlands größtes Miniaturland zu werden.“

Eröffnet wurde das Miniaturland 2011. Eine Softwarefirma hatte das Grundstück erworben und suchte eine Nutzungsmöglichkeit für frei gebliebene Flächen. Kerski: „Man überlegte damals, wie es möglich ist, die Flächen so zu nutzen, dass sie einen Mehrwert für die Region darstellen.“ Zurzeit arbeiten sieben Modellbauer und drei Elektriker für die Miniaturwelt. Hinzu kommen noch vier Modellbauer einer Fremdfirma.

Bei den Arbeiten wird jedoch nicht jedes Haus und jede Wiese nachgestellt, und auch nicht im exakten Maßstab von 1:87. „Stellen Sie sich zum Beispiel ein AIDA-Kreuzfahrtschiff vor. Das wäre bei einer originalgetreuen Umsetzung immer noch drei Meter lang und somit zu groß“, erklärt Kerski. Vielmehr gehe es um den Wiedererkennungswert der Städte. Dazu würden markante Gebäude und Plätze ausgewählt und anschließend von den Modellbauern fotografiert und angefertigt. Bis zur Fertigstellung einer Stadt dauert es mehrere Monate. So habe die Erbauung Bad Zwischenahns, die in Kürze fertiggestellt sein wird, rund drei Monate gedauert.


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