Kandidat für Landratsamt Leeraner SPD setzt auf Matthias Groote

Meine Nachrichten

Um das Thema Westoverledingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Matthias Groote, die Landtagsabgeordnete Johanne Modder, SPD-Kreisvorsitzender Sascha Laaken und SPD-Kreistags-Fraktionsvorsitzender Horst Kuhl.Foto: SPD Kreisverband LeerMatthias Groote, die Landtagsabgeordnete Johanne Modder, SPD-Kreisvorsitzender Sascha Laaken und SPD-Kreistags-Fraktionsvorsitzender Horst Kuhl.Foto: SPD Kreisverband Leer

kah/sr Leer. Landrat Bernhard Bramlage (SPD) scheidet auf eigenen Wunsch zum 31. Oktober aus dem Dienst. Jetzt hat die Kreis SPD ihren Kandidaten nominiert: Der Europa-Abgeordete Matthias Groote aus Ostrhauderfehn ist am Freitagnachmittag (15. Januar 2016) vom Kreisvorstand einstimmig für die Nachfolge Bramlages benannt worden.

Über die Nominierung es gebürtigen Collinghorster Sozialdemokraten war schon seit Monaten öffentlich spekuliert worden. Der 42-jährige Groote war im Dezember zehn Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments. Der gelernte Industriemechaniker und Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) ist dort gegenwärtig Sprecher seiner Fraktion im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Als seine persönlichen Schwerpunkte für den Landkreis Leer nannte Groote die Bildung, eine Stärkung des ländlichen Raums sowie Arbeit und Wirtschaft. So wolle er das Wohnraumproblem anpacken und den sozialen Wohnungsbau anschieben.

Die CDU hatte bereits Anfang Oktober mit dem Emder Dr. Dirk Lüerßen, dem bisherigen Geschäftsführer der „Wachstumsregion Ems-Achse“ ihren Landratskandidaten vorgestellt. Die Wahl wird im Rahmen der Kommunalwahl am 11. September entschieden.

Mit dem Abschied Bramlages im Herbst endet eine fast 20-jährige Ära in der Leeraner Kreisverwaltung: 1997 trat Bramlage hier als Erster Kreisrat an, vier Jahre später wurde er erstmals zum Landrat gewählt. Bereits im Vorfeld seiner erneuten Kandidatur für die Wahl am 24. Mai 2015 hatte der 66-Jährige betont, dass er im Falle einer Wiederwahl nicht über die volle Distanz von sieben Jahren gehen werde.

Regulär würde die Amtszeit am 31. Oktober 2021 enden. Dann wäre Bramlage 72 Jahre alt. Für ihn sei das allein aus familiären Gründen keine Option, denn er wolle Zeit mit seiner Familie (Bramlage ist bereits vierfacher Opa) verbringen, erklärte er vor Pressevertretern. In den nächsten Tagen will der Verwaltungschef nun sein Gesuch, eher aus dem Dienst auszuscheiden, beim Niedersächsischen Innenministerium einreichen.

Bramlage unterstrich, dass die letzten Monate seiner Amtszeit „keine Auslaufperiode“ sein sollen: „Ich möchte viele begonnene Projekte noch weiterführen und nach Möglichkeit abschließen“, kündigte er an. Außerdem wolle er die Zeit nutzen, um „Kontinuität und Transfer von vielem Detailwissen“ sicherzustellen - und damit auch einen reibungslosen Übergang für die Nachfolge.

Wer immer auch die Nachfolge antreten wird übernimmt gut geführten „Stall“. Mit Kreisrätin Jenny Daun, dem Ersten Kreisrat Rüdiger Reske und Kreissprecher Dieter Backer präsentierte sich Bramlage bei der Ankündigung seines Abschieds mit bewährter Stamm-Mannschaft, die ihn zum Teil von Anfang an begleitet hat. „Beeindruckt haben mich bei dieser Verwaltung immer dieses gesunde Selbstbewusstsein und Wir-Gefühl sowie das Qualitätsbewusstsein. Hier gibt es außerdem eine ausgeprägte Loyalität“, zollte Bramlage seinen Kollegen großes Lob. Zugleich hob er die gute Rückendeckung durch die Politik hervor, die Vieles erleichtert habe.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN