Bunde und Neermoor auch dabei Ihrhover Bahnhof bald wieder in Betrieb

Hier sollen wieder Züge halten: Der Bahnhof von Ihrhove wird – ebenso wie die in Bunde und Neermoor – schon bald reaktiviert werden. Das teilt der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies mit. Foto: Dirk HellmersHier sollen wieder Züge halten: Der Bahnhof von Ihrhove wird – ebenso wie die in Bunde und Neermoor – schon bald reaktiviert werden. Das teilt der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies mit. Foto: Dirk Hellmers

Westoverledingen. Die rot-grüne Landesregierung plant zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Flächenland Niedersachsen unter anderem die Reaktivierung mehrerer Bahnhaltepunkte in Niedersachsen. Darunter sind nach Aussagen der SPD-Landtagsabgeordneten Johanne Modder auch die ostfriesischen Bahnhöfe in Ihrhove, Bunde und Neermoor.

„Ich freue mich, dass Verkehrsminister Olaf Lies die Reaktivierung der Bahnhaltepunkte in Ihrhove, Bunde und Neermoor in Aussicht gestellt hat“, teilt Modder jetzt mit. Für die Menschen im Landkreis Leer sei das eine ausgesprochen gute Nachricht, so Modder weiter.

Auch das Lies’ unterstellte Wirtschaftsministerium aus Hannover teilte gestern mit, dass 21 gemeldete Projekte gute Chancen hätten, umgesetzt zu werden. „Davon sollen zehn kurzfristig realisiert werden“, heißt es in der Mittelung weiter. Zu den positiv bewerteten Stationen im Landkreis Leer zählen neben Neermoor auch Ihrhove und Bunde. Sie könnten ebenfalls kurzfristig reaktiviert werden. Lediglich Möhlenwarf steht nach derzeitigem Stand nicht auf der Liste der kurzfristig zu reaktivierenden Bahnhöfe.

Nach Meinung Modders komme die rot-grüne Landesregierung dem jahrelangen vergeblichen Bemühen vieler Gemeinden nach einer besseren Anbindung an den Schienenverkehr endlich nach. „Gerade für die Menschen im Flächenland Niedersachsen ist die Wahrung ihrer Mobilität ein ausgesprochen wichtiger Bestandteil ihrer Lebensqualität“, erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende.

Nun gelte es, gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden Westoverledingen, Bunde und Moormerland sowie den Infrastrukturbetreibern Finanzierungsvereinbarungen zu schließen und in die baulichen Planungen einzusteigen. „Das Land Niedersachsen wird dabei mit 75 Prozent den Großteil der zuwendungsfähigen Kosten übernehmen. Damit wird einen entscheidender Beitrag zur Reaktivierung der Haltestellen gezahlt“, so Modder.

Bereits kurz nach den Landtagswahlen 2013 gab die rot-grüne Landesregierung den Startschuss zu einer Untersuchung zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Niedersachsen. Eine zentrale Rolle sollte dabei der Reaktivierung stillgelegter Bahnhaltepunkte zukommen. Alle 38 gemeldeten Bahnhaltepunkte wurden seit Sommer 2013 einer detaillierten fachlichen Prüfung unterzogen. Die Bewertungskriterien waren im Vorfeld entwickelt und mit dem Lenkungskreis, der die Untersuchungen begleitete, abgestimmt worden. Neben den verkehrspolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen waren am Lenkungskreis zudem die kommunalen Spitzen- und Interessenverbände beteiligt.