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Training in Brandübungscontainer Bei der Feuerwehr in Leer wird es heiß

Von pm | 25.08.2019, 21:17 Uhr

Rund 100 Atemschutzgeräteträger aus dem Landkreis Leer und etwa 20 aus dem Kreis Aurich haben am Wochenende reale Brandszenarien in einer Brandübungsanlage auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Leer trainiert. Dabei gerieten sie buchstäblich gehörig ins Schwitzen.

In einem speziellen Brandübungscontainer, der seit Freitagmorgen auf dem Feuerwehrgelände an der Nesse steht, wurden nach Angaben der Kreisfeuerwehr verschiedenste Brände simuliert. Die Flammen werden mit Gas betrieben und durch einen Trainer gesteuert. Dieser kann Feuer und Rauch gezielt einsetzten um von den Kräften alles abzuverlangen.

Bis zu 220 Grad Celsius kann es dabei im Inneren des Containers werden. Wie es in einer Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr weiter heißt, gehen immer zwei Geräteträger zusammen mit einem Atemschutzausbilder vor, um die verschiedenen Szenarien mit der richtigen Löschtechnik zu bekämpfen. Erst wenn die Situation mit den effektivsten Mitteln angegangen wird, entscheidet der Trainer, der aus einem Kontrollstand alle Lagen im Blick hat, wann das Feuer aus ist. Ein Durchgang dauert in der Regel rund 20 Minuten.

Neu in diesem Jahr ist der Feuerwehr zufolge eine spezielle Ausbildung für neue Atemschutzgeräteträger. Alle Feuerwehrfrauen und -männer, die in den vergangenen zwölf Monaten ihren Atemschutz-Lehrgang absolviert haben, bekamen demnach an dem Übungswochenende einen Aufbaulehrgang. Alles im Lehrgang "trocken Geübte" sei in einer speziellen Stationsausbildung in die Tat umgesetzt worden. Zudem lernten die Teilnehmer im Brandcontainer, wie das Erlernte an echten Flammen umzusetzen ist.

Rund um die Brandsimulationsanlage arbeiteten viele Helfer an dem Ablauf mit. Mitarbeiter des Ordnungsamtes besetzten die Anmeldung, die Bediensteten der FTZ kümmerten sich um Geräte, Atemluftflaschen und alles Technische, die Kreisausbilder aus dem Atemschutzlehrgang um den reibungslosen Ablauf in der Anlage und die richtige Schutzausrüstung. Außerdem führten sie mit jedem Trupp eine Nachbesprechung durch. Für die Sicherheit der Übenden waren ehrenamtliche Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und vom Arbeiter-Samariter-Bund zuständig.