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Westerkappeln Königsklasse eine Bereicherung

08.07.2009, 22:00 Uhr

Drei Tage länger als erwartet haben die Teilnehmer des zweiten BMW-Doppel-Cups gebraucht, um ihre Sieger zu küren. Doch weder organisatorische noch sportliche Probleme waren der Grund. Einzig das Wetter machte den Tennisspielern einen Strich durch die Rechnung: Da es am Freitagabend wie aus Kübeln schüttete, verlegte Reiner Nietiedt die Endspiele auf Montagabend. Die Sportler waren trotzdem hoch motiviert und zeigten noch einmal tolles Tennis.

Am spannendsten machten es dabei wohl die Herren 120: Die Lokalmatadore Reinhard Borowski und Klaus Rathert lieferten sich zwei Stunden ein enges Spiel, das sie nach 4:6, 6:2 und 4:6 knapp verloren geben mussten. Jubeln durften hingegen Werner Tegeler und Dr. Walter Horejschi vom TuS Nahne, die bei ihrer Premiere in Westerkappeln ungeschlagen durch den Wettkampf marschierten. „Es hat uns sehr gut gefallen. Viele nette Leute aus der Umgebung, eine gesellige Atmosphäre“, war Werner Tegeler beeindruckt. „Das sportliche Niveau war gerade so, dass wir tolle Spiele machen konnten und am Schluss als Sieger vom Platz gingen“, fügte Dr. Walter Horejschi augenzwinkernd an.

Die Favoriten haben in der Gruppe Herren 100 das Rennen gemacht: Heiner Kortemeier und Ede Wesselbaum aus Mettingen mussten das Finale am Freitag zwar abbrechen. Dafür gewannen sie im zweiten Anlauf gegen Dieter Halstenberg und Manfred Hindersmann. Der Westerkappelner war für Achim Rößler eingesprungen, der die Vorrunde erfolgreich gespielt hatte, beim Finale aber terminlich verhindert war.

Den Schläger selbst in die Hand nehmen mussten die Gewinner der Herren 80 am Montagabend nicht mehr. Robert Patten und Norbert Kleinlein hatten ihr Finale bereits am Donnerstag gegen die Westerkappelner Markus Recker und Franz Lobenberg ausgetragen. Der dritte Sieg bei der vierten Teilnahme – kein schlechter Schnitt. Die Endspielpaarung war wie 2008: „Damals haben wir noch drei Sätze für den Sieg gebraucht“, erzählte Kleinlein. Dieses Mal war nach 6:3 und 6:3 recht zügig Schluss. „Die Atmosphäre hier ist einfach sensationell. Es ist lebhaft, nette Leute sind da. Das ist auf vielen Anlagen anders. Da spielt man ohne Publikum“, war Robert Patten vom Osnabrücker THC begeistert.

Ebenfalls wie im Vorjahr trafen bei den Damen 80 wieder Annette Hindersmann und Angelika Hoffmann auf Mechthild Busch und Margret Johannemann vom SV Hollenstede. „Es macht Spaß mit euch. Ihr spielt schönes Tennis“, freute sich Reiner Nietiedt mit den Siegerinnen aus dem Norden. Die setzten sich mit 6:2 und 6:3 gegen Hoffmann/Hindersmann durch. „Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht“, kannte Annette Hindersmann den Knackpunkt. Der vergebene Sieg – es wäre der vierte für das heimische Damen-Duo gewesen – ärgerte die Spielerinnen allerdings nicht. „Die Revanche gibt es beim Turnier in Hollenstede“, versprach Angelika Hoffmann.

„Im vergangenen Jahr haben wir gesagt, eine Königsklasse muss kommen“, kündigte Reiner Nietiedt an. Gesagt, getan: Mit vier Doppeln ging die Hobbygruppe dieses Mal an den Start und bewies Sportsgeist: „Obwohl die Plätze am Freitag halb unter Wasser standen, trugen sie ihr Finale aus“, zollte Nietiedt den Unerschrockenen Respekt. Gewonnen haben Hans-Dieter Möninghoff und Wolfgang Goeke vom Dickenberg. Auf den zweiten Platz kämpften sich Bürgermeister Ullrich Hockenbrink und Martin Nurna. „Diese Gruppe wollen wir fest etablieren“, versprach Nietiedt, der auf noch mehr Teilnehmer hofft. „Vielleicht haben einige ja den Mut, einfach mal mitzumachen.“

Mit einem weiteren geselligen Abend endete der BMW-Doppel-Cup. Die Organisatoren Annette Hindersmann, Franz Lobenberg und Reiner Nietiedt waren zufrieden. Insgesamt 30 Doppel durften sie begrüßen. „Das sind acht mehr als im Vorjahr. Zehn neue Teams aus dem Osnabrücker Raum waren dabei“, sagte Nietiedt.

Ein Duo dürfen die Gastgeber schon jetzt für 2010 fest einplanen: „Wir kommen wieder“, versprach Werner Tegeler, und Walter Horejschi fügte an: „Wir müssen schließlich den Titel verteidigen.“