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Ute Gerloff wird Nachfolgerin von VHS-Direktor Ernst-August Hüttemann Nach 34 Jahren ist Schluss

21.09.2011, 15:15 Uhr

Wechsel an der Spitze der Volkshochschule Lengerich: Zum 1. November wird Ernst-August Hüttemann in die Ruhephase der Altersteilzeit einsteigen. Nachfolgerin des VHS-Direktors wird seine bisherige Stellvertreterin, Ute Gerloff. Sie ist einstimmig von der Zweckverbandsversammlung gewählt worden. Das bestätigt deren Vorsitzender Reiner Deutsch.

„Nach 34 Jahren ist Schluss“, sagt Ernst-August Hüttemann. Das hört sich entschlossen an, doch zwischen den Worten ist herauszuhören, wie sehr ihm die Weiterbildungseinrichtung ans Herz gewachsen ist. „Buchführung“, kommt es ihm wie aus der Pistole geschossen über die Lippen, fragt man ihn nach seinem ersten Kursus. Am 1. November 1977 hat der heute 62-Jährige als pädagogischer Mitarbeiter angefangen.

Die ersten EDV-Kurse in der VHS hat Ernst-August Hüttemann einst geleitet. Und einem Hobby gefrönt: Die ersten Weinseminare, vom Keltern über die Rebsorten bis hin zu den verschiedenen Anbaugebieten, hat er als junger Mitarbeiter ins VHS-Programm gehoben. Seine Spezialität: Apfelwein. Die Qualität bringt er auf einen kurzen Nenner: „Ein durchgegorener, trockener Knochen.“

Ein Sabbatjahr will er einlegen. „Ich habe keine festen Pläne“, will er diesen neuen Lebensabschnitt auf sich zukommen lassen.

Ebenfalls als pädagogische Mitarbeiterin hat Ute Gerloff 1984 bei der VHS angefangen. Zuvor war sie ein Jahr lang als Honorarkraft dort tätig gewesen. „Mein Schwerpunkt war die berufliche Bildung“, blickt sie zurück. Im April 1998 führte dieses Fachwissen dazu, dass die heute 54-Jährige Geschäftsführerin des Bildungszentrums Tecklenburger Land (BiLa) wurde. Schon am 1. Mai 2000 kehrte sie zur VHS zurück, wurde stellvertretende Direktorin. Geschäftsführerin des BiLa blieb sie, wie Ernst-August Hüttemann, bis zur Auflösung der Einrichtung zum Jahresende 2009. Supervision-Beratung, Moderation und Organisation sind ihre Schwerpunkte.

Reiner Deutsch hat schon beim Vorgänger der VHS, dem Volksbildungswerk, einen Kursus belegt. „Schreibmaschine schreiben“, sagt er mit leichtem Schmunzeln. Eine Lektion, von der er heute noch profitiert: „Mit zehn Fingern schreiben ist wie Fahrrad fahren – das verlernt man auch nicht.“ Solche Kurse sind immer noch im Programm, heißen allerdings jetzt Tastschreiben und sind für alle, die viel am PC sitzen und schreiben, von Vorteil.