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Tendenz geht zur Ringstraße Welcher Bahnübergang in Velpe soll bestehen bleiben?

Von Frank Klausmeyer | 24.04.2015, 08:30 Uhr

Für die beiden Velper Bahnübergänge östlich der L584 (Tecklenburger Straße) gab es am Mittwoch kein eindeutiges Meinungsbild bei den Anliegern. Jedoch wurde eine Tendenz deutlich, den Übergang an der Ringstraße beizubehalten.

Auf diesen sind nicht zuletzt die Bauern angewiesen. Ansonsten drohten ihnen für die Bewirtschaftung ihrer Flächen lange Umwege, wie Landwirt Wilhelm Nordsiek deutlich machte. Auch die Bahn möchte diesen Übergang offen halten, weil er gar nicht umgebaut werden müsse, betonte Jonas Buchholz von der Deutsche Bahn Netz AG.

Im Umfeld des Siekenweges gibt es zwar mehr Anlieger, deren Forderungen nach Erhalt dieses Übergangs hielten sich aber in Grenzen. Zum einen, da es wohl Pläne für eine Fußgängerbrücke gibt, zum anderen, weil die Schranken oft sehr lange unten sind. Dies hängt mit einem Überholgleis in dem Bereich zusammen, das für die Bahn unverzichtbar sei, wie Buchholz erklärte. Wenn der Übergang bestehen bleibe, aber dann technisch und nicht – wie heute – durch Menschenhand gesteuert werde, könnten sich die Wartezeiten sogar verlängern.

Bei der Idee einer Teilnehmerin, auch am Sommerkamp oder im Bereich der Brockbachstraße ersatzweise eine Fußgängerbrücke über die Gleise zu bauen, trat Buchholz mit Hinweis auf die Kosten auf die Euphoriebremse. „Wenn wir jeden Bahnübergang durch ein anderes Bauwerk ersetzen, ist das nicht mehr wirtschaftlich.“