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Schützenfest ist „Ort des Frohsinns“ Reiner Buddemeier zum König in Metten proklamiert

Von Frank Klausmeyer, Frank Klausmeyer | 17.06.2018, 17:02 Uhr

Bis vor Kurzem hat sich Reiner Buddemeier bei Pokal- und Königsschießen ziemlich zurückgehalten. In diesem Jahr hat er aber einen Volltreffer gelandet. Am Samstagabend ist der gebürtige Leedener zum neuen Schützenkönig in Metten proklamiert worden.

„Das Schlimmste haben wir hinter uns“, scherzte Buddemeier nach dem offiziellen Teil in den Anlagen der Gaststätte „Treffpunkt“, wo neben den Mettener Schützen auch die aus Obermetten und vom Altschafberg angetreten waren. Unter Führung von Hauptmann Horst Bierbaum und mit musikalischer Begleitung der „Herolds“ aus Pye hatte sich der Festumzug vorher an der früheren Tischlerei Windmann in Bewegung gesetzt.

Den neuen König hatte es vor einiger Zeit der Liebe wegen ins schöne Mettener Tal verschlagen. Da war es nur selbstverständlich, dass Reiner Buddemeier seine Frau Silke als Königin an seine Seite wählte. Unterstützt werden sie in ihrer Regentschaft vom Vizekönigspaar Sonja und Helmut Tietmeyer.

Neuer Oberst

Letztgenannte werden ihrem Sohn Florian besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben. Denn dieser hielt als neuer Oberst erstmals die Festrede. „Als ich vor 17 Jahren in den Verein eingetreten bin, habe ich nicht gedacht, dass ich das mal sein werde“, meinte er schmunzelnd. „Meine Frau Verena glaubt das bis heute nicht.“

Tietmeyers besonderer Gruß galt den Majestäten des vergangenen Jahres Dirk und Eva Maria Baune. Der alte König regiert noch einige Wochen als Gemeindeschützenkönig weiter.

Heimatkönigin der Herzen

Applaus gab es auch für Heike Pieper, die bis zur vergangenen Woche Heimatschützenkönigin war. „Für uns bleibst Du die Heimatkönigin der Herzen“, sagte Florian Tietmeyer, der in diesem Zusammenhang auch Josef Bietendüvel Beifall zukommen ließ, der vor 50 Jahren Heimatschützenkönig war.

Ort des Frohsinns

Bei aller Freude erinnerte der Oberst in seiner Festrede aber auch an die weniger schönen Entwicklungen in der Welt, die nun auch in Westerkappeln angekommen seien, womit er SEK-Einsätze und einen Brandanschlag in den vergangenen Monaten ansprach. Solchen Ereignissen könnten Schützenvereine entgegentreten, indem sie in der Gemeinschaft ihre Werte verteidigten, erklärte Tietmeyer.

Ein Schützenfest sei aber ein Ort des Frohsinns, sagte der Oberst und entließ die Majestäten zum Ehrentanz. Dann ging es zum gemütlichen Teil über, der bis in die Nachtstunden dauerte. Und so mancher Schütze saß am Sonntagmorgen am und im Zelt, denn das Fest klang mit einem Frühschoppen aus.