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Konzert mit über 150 Mitwirkenden Weihnachtlicher Dolby-Surround-Sound in Westerkappeln

Von Dietlind Ellerich | 14.12.2015, 17:24 Uhr

Man nehme drei Ensembles der katholischen Pfarrgemeinde St. Margaretha sowie vier Chöre und Orchester der evangelischen Kirchengemeinde, verteile die insgesamt gut 150 Sänger und Instrumentalisten in der Stadtkirche und lasse sie unter der Leitung zweier Vollblutmusiker Lieder und Choräle anstimmen, fertig ist das Rezept für das festliche Weihnachtskonzert, das seit vielen Jahren in der Adventszeit für volle Kirchenbänke sorgt.

Das war auch am Sonntag so, und man munkelt, dass der eine oder andere Besucher bereits eine Dreiviertelstunde vor Beginn des Konzerts die besten Plätze belegt hatte.

Neue, zarte Klänge

Gutes sollte man nur wenig verändern, und so ergänzten die Frauen des Veeh-Harfen-Ensembles, die zum ersten Mal dabei waren, mit ihren zarten Klängen den stimmungsvollen Abend mit den bewährten Musikern ganz wunderbar.

Die Flötengruppe Leggiero und der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Veronika Hoffstädt, der Junge Chor, die Kantorei und das Flötenensemble der Stadtkirche sowie der Westerkappelner Posaunenchor unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Martin Ufermann verstanden es einmal mehr, die Gemeinde mit ihrem weihnachtlichen Repertoire nicht nur zu begeistern, sondern auch zum Mitsingen zu bewegen.

Klassisch, modern, beswingt

Klassische und moderne Weihnachtslieder, Hirtenmusik und Wiegenlied, verswingte „Jingle Bells“ und das „Laudate omnes gentes“ der Gemeinschaft von Taizé, dazu eine Kostprobe aus Haydns Schöpfung, zu der Ufermanns Chöre im April in die Stadtkirche und die Mettinger St.-Agatha-Kirche einladen, sowie eine Reihe weiterer akustischer Highlights machten das traditionelle Weihnachtskonzert in der Stadtkirche wieder einmal zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Viel zu schnell vorbei

Nicht nur Pastorin Angelika Oberbeckmann, die den Sängern und Musikern für ihr Engagement dankte und sie zum Umtrunk ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus einlud, war überrascht, dass die 90 Minuten „wie im Flug“ vergangen waren, auch so mancher Besucher wunderte sich, dass der Abend in der wunderschön beleuchteten Kirche schon zu Ende sein sollte.

Musik von allen Seiten

Gut dass Ufermann und Hoffstädt mit dem „Dolby-Surround-Chor“ noch einen krönenden Abschluss parat hatten. Die Sängerinnen und Sänger aller Chöre verteilten sich im gesamten Kirchenraum und stimmten gemeinsam die letzten Lieder des Programms an. Das war nicht nur ein eindrucksvolles Bild, sondern auch ein besonderes Klangerlebnis, das die Gemeinde mit stehenden und begeisterten Ovationen belohnte.