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Jugendgottesdienst für Dirk Schoppmeier „Ein Schatz“ sagt Adieu

29.09.2011, 13:35 Uhr

„Dirk ist der MacGyver der Jugendarbeit“, beschrieb eine langjährige Jugendmitarbeiterin Dirk Schoppmeier. Der war bis zum Frühjahr dieses Jahres Jugendreferent der Gemeinden Westerkappeln und Lotte. In dieser Rolle hat er vieles auf die Beine gestellt, auch wenn es manchmal unmöglich erschien – genauso eben, wie der MacGyver aus der amerikanischen Fernsehserie. Eines seiner Projekte, die er zusammen mit den Jugendlichen gemacht hat, war zum Beispiel der Jugendgottesdienst in

Mit einem solchen wollten sich die Jugendlichen und der neue Jugendreferent Rene Neubert bei ihrem „Schoppi“ bedanken und sich verabschieden.

„Neue Wege – Neuer Anfang“ lautete das Motto des nun schon 8. Jugendgottesdienstes in der Stadtkirche, der vor allen Dingen von der Familie, Pfadfindern, Konfirmanden und Jugendmitarbeitern besucht war. Aber auch die Pastoren Olaf Burghardt, Olaf Maeder und Angelika Oberbeckmann ließen sich diesen Gottesdienst nicht entgehen.

Jeder geht seine eigenen Wege, doch man hinterlässt Spuren. So hat auch Schoppmeier bei den Jugendlichen Spuren hinterlassen, die diese anhand eines gepackten Koffers deutlich machten. So fanden ein Halstuch für sein Engagement bei den Pfadfindern, eine Tüte Süßigkeiten für die tollen Mitarbeiterrunden, ein Zugticket für die vielen gemeinsamen Fahrten oder auch ein Netz den Weg in den Koffer. Das Netz sollte für die Vernetzungen stehen, die der ehemalige Jugendreferent im Laufe seiner Westerkappelner Dienstzeit geschaffen hat. Als Lesung wurde die Geschichte der Emmaus-Jünger und ihres erkenntnisreichen Weges vorgetragen.

Neuanfänge gehen aber auch stets mit verschiedenen Gefühlen einher, seien es Angst, Neugierde oder Mut. Um dies zu verdeutlichen, erzählten die Jugendlichen von verschiedenen Situationen, in denen man einen solchen Neuanfang starten muss, und zündeten als Zeichen eine Kerze an.

Natürlich wurden auch in diesem Gottesdienst die Besucher wieder aktiv mit eingebunden. Unter anderem durch eine Brief-Aktion: Alle Gottesdienstbesucher hatten am Anfang einen Briefbogen und einen Umschlag erhalten. Am Schluss hatten sie dann die Möglichkeit, sich über ihre künftigen Wege und Neuanfänge Gedanken zu machen und diese aufzuschreiben. Bei den meisten Anwesenden war der Hauptpunkt wahrscheinlich die schulische Laufbahn. An sich selbst adressiert, konnten die Briefe am Ausgang dann in einen Briefkasten geworfen. Sie werden einige Monate später den Verfassern wieder zugestellt. Dann wird man sehen, ob man seinen ursprünglichen Weg beibehalten hat. Als Talisman bekam dann noch jeder Gottesdienstbesucher einen kleinen Stein mit auf seinen Weg.

„Wir waren sehr zufrieden, weil Dirk Schoppmeier die Jugendlichen und Gemeinden untereinander verknüpft hat“, lobte Olaf Maeder die Zusammenarbeit. Er sei ein „ganz großer Schatz“ für die Kirchengemeinde und deren jüngere Mitglieder gewesen.

Dirk Schoppmeier freute sich sehr über das Dankeschön und natürlich den Jugendgottesdienst, auf den er extrem neugierig war. Sehr erleichtert ist er darüber, dass das Amt des Jugendreferenten wieder neu besetzt wurde und somit unter anderem auch zukünftigen Jugendgottesdiensten nichts im Wege stehe. Westerkappeln werde er dennoch nicht vergessen, auch wenn er jetzt in Tecklenburg arbeitet.

„In der Jubi werde ich auf Fortbildungen oder bei den Jugendleiterscheinkursen bestimmt manche wieder treffen, mit denen ich schon mal in Westerkappeln zu tun hatte“, ist für Schoppmeier klar. Gelegenheit dazu hatte er bereits am Samstag zuvor. Da waren Pastorin Angelika Oberbeckmann, Pastor Olaf Burghardt, Rene Neubert sowie viele ehrenamtliche Jugendmitarbeiter in Tecklenburg, um mit knapp 50 neuen Katechumenen einen spannenden Kennenlerntag zu verbringen. Dort bewiesen sich die angehenden Konfirmanden zum Beispiel beim Blindenfußball, an der Kletterwand oder beim Eierfallexperiment.