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IHGW zieht den letzten Trumpf Neues Einkaufszentrum: Brief an den Bürgermeister

Von Burkhard Müller | 27.09.2011, 14:51 Uhr

Frank Büker, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Westerkappeln, betont: „Wir arbeiten gut und in vielen Dingen immer besser mit der Gemeinde zusammen.“ Bei der Beleuchtung zur Weihnachtszeit unterstütze die Verwaltung die Geschäftsleute ebenso wie bei den Märkten und dem Open Air am letzten Apriltag. „Wir sind für diese Hilfe sehr dankbar“, sagt Büker.

Nun hat die IHGW einen Brief an den Bürgermeister verfasst. Man bedanke sich für den offenen Dialog zum Thema der Nutzung der freien Fläche hinter dem Aldi und K+K, ist darin zu lesen. Doch damit endet die Gemeinsamkeit. Denn die Meinungen der beiden Parteien über eben jene Nutzung gehen weit auseinander. Während der Bürgermeister für ein Einkaufszentrum wirbt, sieht die IHGW eine Bedrohung für die Interessen der hier ansässigen Geschäftsleute.

Westerkappeln habe einen besonders schönen Ortskern, in dem bereits einige Geschäfte geschlossen werden mussten. Die IHGW sehe durch ein Einkaufszentrum weitere Existenzen bedroht. Die Kaufkraft werde sich zumindest auf mehrere Geschäfte verteilen, vielleicht sogar ganz aus dem Ortskern abziehen, heißt es in dem Schreiben weiter. „Ich brauche mir ja nur anzuschauen, was für Warenangebote in einem Rewe-Laden existieren, dann weiß ich, welche Geschäfte darunter leiden werden“, sagt Büker. Ziel müsse es sein, den Ortskern zu beleben: „Auch die Gemeindeverwaltung sollte ihren Beitrag dazu leisten“, heißt es im Brief. Als mögliche alternative Nutzung bringt die IHGW „Betreutes Wohnen“ ins Spiel: attraktive, nahe der Innenstadt gelegene Wohnmöglichkeiten für die Bevölkerung seien eine sinnvolle Alternative zu einem Einkaufszentrum. Immerhin seien Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten im Ort ausreichend vorhanden.