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Gemeinde setzt weiter auf regenerative Energien – Die Rückkehr des Friedhelm Scheel Rühmliche Ausnahme Westerkappeln

28.09.2011, 13:48 Uhr

Die Gemeinde Westerkappeln will weiter besonders auf regenerative Energien setzen und findet mit ihren Aktivitäten auch außerhalb Beachtung. Das wurde im Ausschuss für Umwelt, Energie und Landwirtschaft am Dienstagabend deutlich.

Ein bisschen verwundert war Julia Scheerer bei der Ausschusssitzung im Rathaus schon. Die Mitarbeiterin der „Gesellschaft für Angepasste Technologien“ hatte gerade den Energiepfad Tecklenburger Land vorgestellt und dafür unter anderem auch auf die neue Broschüre verwiesen.

Da seien aber gar nicht alle 37 Besuchspunkte drin, warf einer der Anwesenden ein. „Richtig, jede Kommune hat maximal drei Punkte in der Broschüre bekommen“, sagte Scheerer, stockte kurz und zählte: „Eins, zwei, drei, vier – ja, also bis auf Westerkappeln, das hat vier.“

Der Frust darüber hielt sich bei den hiesigen Politikern verständlicherweise in engen Grenzen. Doch auch ohne diese Zugabe wäre das Projekt ebenso gelobt worden wie die Ausführungen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Natur des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Mettingen.

Der ehemalige Westerkappelner Landschaftswart Friedhelm Scheel war als AG-Leiter mit drei Schülern gekommen, um die Bemühungen der Gruppe, vor allem beim Schutz des Steinkauzes, den Ausschussmitgliedern näher zu erläutern. Auch dafür hatten die Fraktionen nur Lob übrig. Sein eigenes Schicksal erwähnte Scheel nur mit einem Satz. Er habe noch keine offizielle Bestätigung seiner Dienststelle, dass er nicht mehr Landschaftswart sei, sagte Scheel. Eingehen darauf wollte offenbar niemand.

Weiteres Thema im Ausschuss war die Allgemeinverfügung für Schlagabraum, die die Verwaltung vor fünf Jahren versuchsweise beschlossen hatte. Winfried Praus bestätigte, dass es in dieser Zeit keine Beschwerden gegeben habe. Daher wird die Verwaltung weiter an der bestehenden Regelung festhalten.

Der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Friedhelm Wilbrand, stellte unter anderem den Stand der Teilnahme am European Energy Award vor, einem Projekt für umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen.

Der Förderantrag beim Projektträger ist demnach gestellt. Man rechne mit einer Bewilligung zur Teilnahme ab 2012, ließ Wilbrand die Anwesenden wissen. Der Einführungsprozess dauert vier Jahre und schließt mit einer Zertifizierung der Kommune ab.