Neuer Anlauf für interkommunales Gebiet Westerkappeln hofft auf neue Gewerbeflächen

Von Kirsten Neumann

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Ausverkauft: Lediglich eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche steht derzeit noch im Gartenkamp zum Verkauf. Foto: Mareike StratmannAusverkauft: Lediglich eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche steht derzeit noch im Gartenkamp zum Verkauf. Foto: Mareike Stratmann

Westerkappeln. Die Entwicklung neuer Gewerbe- und Industrieflächen dürfte sich schwieriger gestalten als erwartet. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer zeigte sich in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses dennoch optimistisch.

„Wir sind in Gesprächen“, erklärte die Verwaltungschefin. Zuvor hatte Andreas Weiss (SPD) von ihr wissen wollen, ob die Gemeinde in dieser Sache „am Ball“ bleibe. Wie berichtet, wanderten zuletzt zwei Firmen – die ELOS Osnabrücker Industrie-Putztuch GmbH & Co. KG und die Firma Schemberg – aus dem Gewerbegebiet Gartenkamp ab. In beiden Fällen hatte die Verwaltung ihnen letztlich keine passenden Grundstücke für eine Erweiterung oder einen Neubau anbieten können.

Westerkappeln ist blank

Dass das Industriegebiet Velpe und der Gartenkamp quasi ausverkauft sind, ist nicht neu. Bereits vor vier Jahren hatte der damalige Bürgermeister Ullrich Hockenbrink in Bezug auf die kommunalen Gewerbegebiete erklärt, dass die Gemeinde „blank“ sei.

Probleme mit Hochwasser

Schon damals lag die Idee für ein neues, interkommunales Industriegebiet mit Lotte in Velpe auf dem Tisch. Lotte und Westerkappeln hatten das Gebiet bereits beim Regionalplan angemeldet. Aufgrund der dortigen Hochwasserproblematik scheiterte das Vorhaben aber.

Gespräche mit Bezirksregierung

Große-Heitmeyer lässt sich davon jedoch nicht entmutigen. Wie sie auf Anfrage erklärt, will sie einen neuen Anlauf wagen. Bei der Bezirksregierung Münster sei sie diesbezüglich vor einigen Monaten vorstellig geworden. „Das Gespräch ist positiv verlaufen“, verrät die Verwaltungschefin.

Auch an einer möglichen Erweiterung des Gartenkamps will Große-Heitmeyer nach eigenen Angaben vorerst festhalten. Hierzu sei sie ebenfalls in Gesprächen mit Eigentümern und der Bezirksregierung.

Entwicklung zieht sich hin

Die Bürgermeisterin machte zugleich keinen Hehl daraus, dass sich die Entwicklung neuer Flächen über zwei bis drei Jahre hinziehen wird. Denn hierfür müsste nicht nur der Flächennutzungsplan (FNP) aktualisiert, sondern auch der Regionalplan angepasst werden und anschließend der FNP noch formal geändert werden.


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