Springreiterin im Jugendkader Westerkappelnerin fährt zu Europameisterschaften

Von Silke Behling

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Mit ihrem Pferd Cederic hat Chiara Reyer eifrig trainiert. In dieser Woche startet das Team bei den Jugend-Europameisterschaften. Foto: Silke BehlingMit ihrem Pferd Cederic hat Chiara Reyer eifrig trainiert. In dieser Woche startet das Team bei den Jugend-Europameisterschaften. Foto: Silke Behling

Westerkappeln. So recht kann es Chiara Reyer noch gar nicht fassen: Die Westerkappelnerin soll zu den Europameisterschaften im Springreiten in die Slowakai fahren.

„Das ist noch ein bisschen unwirklich“, staunt die zwölfjährige Chiara Reyer vor ihrer Abfahrt ins slowakische Samorin, wo die Europameisterschaften für die Altersklassen Junioren, Junge Reiter und Children im Springen ausgetragen werden. Chiara hat dieses Jahr den Sprung in den Kader geschafft.

„Damit hätten wir noch im Frühjahr nicht gerechnet“, freut sich ihre Mutter Silke Reyer. „Wir werden von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung in Warendorf ganz toll unterstützt und betreut.“ So gab es vor der Fahrt zur Europameisterschaft nicht nur ein großes Sponsorenpaket mit einer neuen Ausstattung für Chiara und ihr Pferd Cederic, sondern auch einen Vorbereitungslehrgang in Warendorf.

Bundestrainer Eberhard Seemann erklärte: „Im Fokus des Vorbereitungslehrgangs standen teambildende Maßnahmen.“ Die Reiter trainieren sonst einzeln daheim, dort ging es ums Team. Sie hatten außerdem ein Gespräch mit der Sportpsychologin Gaby Bußmann. In der Slowakei wird noch mal einen Parcours geritten, die sportliche Form geprüft und vor allem gecheckte, ob die Pferde gesund sind.“

Chiaras Schimmelwallach Cederic, genannt Teddy, ist fit für die weite Reise und den großen Start. Er wird mit der ganzen Familie Reyer nach Samorin reisen, lediglich Chiaras kleiner Bruder Matz wird zu Hause bei Oma bleiben: „Wir werden nachts fahren, damit es für Teddy ruhiger ist“, so Silke Reyer, „aber zum Glück haben ihm die weiten Fahrten bisher nichts ausgemacht.“

Chiara wartet schon gespannt auf die große Eröffnungsfeier, bei der alle Nationen im roten Jackett einmarschieren. „Es ist aber auch aufregend, wer da alles mitfährt“, freut sie sich auf die anderen Starter. Die Konkurrenz ist groß und Bundestrainer Seemann weiß um die starken Reiter der anderen Nationen: „Alle Reiter sind in guter Form und haben bei Normalform gute Chancen auf eine Medaille. Unser Team hat in dieser Besetzung den U14-Nationenpreis in Hagen gewonnen und gezeigt, dass es die Leistung bringen kann.“

Die EM sei aber ein neues Turnier mit neuen Voraussetzungen und vor allem sei die nervliche Belastung bei einem solchen Championat noch einmal höher. Unter den Teams einen Favoriten auszumachen sei schwierig, gerade in dieser Altersklasse gehöre auch immer etwas Glück dazu. „Die Kinder reiten noch nicht so konstant, wie Ältere das vielleicht schon können.“

Die Iren und Engländer sind nach seiner Einschätzung immer stark, aber auch die Teams aus Frankreich oder Italien. Es gebe bestimmt ein halbes Dutzend Teams, die gute Chancen hätten. Aber egal wie erfolgreich sie sein werden, Silke Reyer betont: „Bei so einem Wettkampf dabei zu sein, ist schon ein Erlebnis für sich.“


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