Dribbeln vor den großen Vorbildern 3. Jugendfußballcamp im Hanfriedenstadion Westerkappeln

Von Christoph Pieper

Er kann es noch immer: Joe Enochs, Cheftrainer der Osnabrücker Profis, nahm sich viel Zeit für die Kids und stellte sich auch dem Duell auf dem Rasen. Foto: Christoph PieperEr kann es noch immer: Joe Enochs, Cheftrainer der Osnabrücker Profis, nahm sich viel Zeit für die Kids und stellte sich auch dem Duell auf dem Rasen. Foto: Christoph Pieper

Westerkappeln. „Wir mussten kaum Vorbereitungsgespräche führen, weil unsere Zusammenarbeit mittlerweile so eingespielt ist, dass jeder weiß, was er zu tun hat, damit das Camp ein Erfolg wird“, sagte ein sichtlich zufriedener Wolf-Dietrich Häke am Sonntagnachmittag. Kurz zuvor war das dritte Fußballcamp der VfL-Akademie auf der Rasenfläche im Hanfriedenstadion zu Ende gegangen.

63 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren traten nach drei anstrengenden, lehrreichen und aufregenden Tagen den Heimweg an.

Anstrengend ist das Fußballcamp, das jetzt zum dritten Mal in Folge in Kooperation zwischen dem TSV Westfalia 06 Westerkappeln und der Akademie des VfL Osnabrück stattfand, allein durch seine Intensität. Bereits am Freitagmittag stand nach der Begrüßung durch VfL-Vizepräsident Uwe Brunn der erste Trainingsnachmittag auf dem Programm.

Technik und Koordination

Im Mittelpunkt standen dabei, wie auch an den folgenden Camp-Tagen, immer koordinative und technische Trainingsinhalte, die natürlich an das jeweilige Alter der Nachwuchskicker angepasst waren. Profitieren konnten die jungen Fußballerinnen und Fußballer dabei immer von der großen Erfahrung ihrer Trainer.

Im Gegensatz zu vielen anderen nationalen und internationalen Vereinen bindet der VfL keine eingekauften Studenten, sondern seine eigenen Trainer aus dem Nachwuchsleistungszentrum in das Trainingscamp ein. So war der U-11-Trainer Fabian Hebbeler genauso dabei, wie der Ex-Profi und Fußballlehrer Daniel Thioune, der die U19 der Lila-Weißen in der Bundesliga betreut.

Profis als Väter vor Ort

Große Namen sind für die kleinen Fußballer natürlich immer etwas Besonderes und so staunten viele Kicker nicht schlecht, als bereits am Freitagmittag mit Marc Heider und Addi Menga zwei aktuelle Profis der Osnabrücker den Weg ins Hanfriedenstadion fanden. Der Grund war dabei ein ganz simpler. Die beiden Offensivspieler hatten jeweils ihren Sohnemann für das Camp angemeldet und waren als ganz normale Eltern neben dem Platz dabei. Zugegebenermaßen als Eltern, die einige Autogramme schreiben mussten.

Joe Enochs schrieb Autogramme

„Es ist natürlich schön zu sehen, dass auch aktive Profis des VfL unser Angebot wahrnehmen“, sagte Häke, der zum Abschluss der Trainingstage noch weitere Osnabrücker Akteure begrüßen konnte. Die beiden Jungprofis Leon und Steffen Tigges übernahmen die Siegerehrung nach dem Abschlussturnier und auch Cheftrainer Joe Enochs nahm sich am Sonntag viel Zeit für die Kids, kickte mit ihnen und schrieb viele Autogramme.

Außerdem stellte er Häke ein Freundschaftsspiel mit seinen Profis gegen eine Westfalia-Mannschaft in Aussicht. „Sorgt für eine vernünftige Spielfläche und wir kommen gerne“, sagte Enochs mit Blick auf den noch immer arg ramponierten Rasen im Hanfriedenstadion. Nicht nur Häke weiß, dass diese Hürde in Westerkappeln eine bemerkenswert hohe ist.

Zu einem Freundschaftsspiel der Erwachsenen kommt es also frühestens im nächsten Sommer, im Mittelpunkt der Kooperation der beiden Vereine steht aber ohnehin die Jugend.

Und wenn Wolf Häke und Jürgen Stalljohann aus dem Organisationsteam der Westfalia in Kürze wieder Motivation gesammelt haben, stehen den Vorbereitungen für ein Fußballcamp im Sommer 2018 wohl nichts mehr im Wege.


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