Erst Unfall, dann Brand Feuerwehr wird kurz nacheinander zu zwei Einsätzen in Westerkappeln gerufen


Westerkappeln. Das hat der Velper Löschzugführer Dirk Siepmann auch noch nicht erlebt: Gerade noch sichert er mit seinen Kollegen eine Unfallstelle ab, da wird er zu einem weiteren Einsatz gerufen, was an sich zunächst noch nichts Ungewöhnliches ist. Nur, dass in diesem Fall der zweite Einsatz quasi um die Ecke war, nur 100 Meter vom Unfallort entfernt.

Was war geschehen? Gegen 8 Uhr wurden die Velper Feuerwehrleute am Dienstag zu einem Verkehrsunfall an der Ibbenbürener Straße auf Höhe der Einfahrt zum Ortfeld gerufen. Gute eine halbe Stunde später schlägt ihr Pieper nochmals Alarm. Im Keller eines Hauses war ein Brand entfacht. Einsatzort: Ortfeld 1. „Wir haben alle ungläubig auf unser Gerät geschaut. Das ist mir auch noch nicht passiert. Und ich bin schon über 30 Jahre bei der Feuerwehr“, erklärt der Löschzugführer noch immer erstaunt über die zeitliche und räumliche Nähe der Einsätze.

Der Brand ging glimpflich aus, der Verkehrsunfall nicht ganz so. Dabei war eine 38-jährige Autofahrerin aus Westerkappeln, die von der Straße „Am Lauhügel“ die vorfahrtberechtigte Landstraße 501 in Richtung Hollenbergs Hügel überqueren wollte, mit dem Pkw eines 27-jährigen Westerkappelners zusammen, der in Richtung Ibbenbüren unterwegs war. Die 24-jährige Beifahrerin des jungen Mannes, ebenfalls aus Westerkappeln, wurde schwer verletzt. Ein Rettungswagen habe sie in ein Krankenhaus gebracht, teilt die Polizei mit. Die beiden Fahrer erlitten leichte Verletzungen.

Den Gesamtsachschaden an den beiden Fahrzeugen beziffert die Polizei auf rund 20000 Euro. Zudem wurden bei dem Unfall ein Baum und ein Zaun beschädigt.

Wie es zu dem Brand im Keller des Einfamilienhauses im Ortfeld gekommen ist, kann sich Löschzugführer Siepmann nicht erklären, wie er sagt. Als er am Einsatzort eintraf, habe sich der Eigentümer des Hauses noch im Keller befunden. Dort habe er versucht, das Feuer zu löschen. Siepmann forderte ihn auf, das Haus zu verlassen. Anschließend betraten zwei Feuerwehrleute mit Atemschutzgerät den Keller und löschten das Feuer. Der Eigentümer habe eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten, berichtet der Löschzugführer.

Bei dem Einsatz erhielt der Löschzug Velpe Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr Westerkappeln. Insgesamt, so berichtet Siepmann, seien rund 25 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen vor Ort gewesen. Der Einsatz habe rund zwei Stunden gedauert. Wie hoch der Sachschaden ist, konnte der Löschzugführer nicht sagen.

Obwohl die beiden Einsatzorte dicht beieinander lagen, so musste dennoch ein Teil des Löschzuges zunächst einen Abstecher zur Wache in Velpe machen. „Wir haben dort einen Mannschaftstransportwagen gegen ein Tanklöschfahrzeug eingetauscht“, berichtet Siepmann.

Kurz bevor die Feuerwehr den Unfallort verließ, war übrigens die Straßenmeisterei zur Stelle. Sie sägte den Baum ab, der bei dem Unfall beschädigt worden war und beseitigte die Ölspuren auf der Straße.


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