Haus der Diakonie feiert „Luthermonat“ im Altenheim in Westerkappeln

Pastor i.R. Garth Bräunlich gestaltete den Gottesdienst zum Hausgeburtstag. Foto: privatPastor i.R. Garth Bräunlich gestaltete den Gottesdienst zum Hausgeburtstag. Foto: privat

Westerkappeln. Als Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg nagelte, dachte er wohl nicht daran, dass 500 Jahre später etwa 40 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende im Haus der Diakonie in einem Gottesdienst über die Bedeutung der Reformation nachdenken.

Anlass dazu war laut Mitteilung der Gottesdienst zum 19. Geburtstag der Altenhilfeeinrichtung an der Steinkampstraße. Rechtzeitig zu diesem Fest war die 2,52 Meter große Lutherstatue, die in diesem Jahr durch die Einrichtungen der Evangelischen Perthes-Stiftung gereicht wird, im Haus der Diakonie in Westerkappeln angekommen.

Pastor i.R. Garth Bräunlich, der seelsorglich in der Einrichtung tätig ist, stellte dann auch den Gedanken der Gnade in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Wenn Sie sich bei Ihrer schweren Arbeit nicht der Gnade Gottes bewusst sein könnten, dann brennen Sie innerlich aus,“ gab er den anwesenden Mitarbeitenden als Leitgedanken mit auf den Weg.

Nach dem Gottesdienst gab es noch ein kleines Fest, an dem mancher der Mitarbeitenden, die von Beginn an das Haus der Diakonie zusammen aufgebaut haben, die gemeinsamen Höhen und Tiefen ihrer Arbeit Revue passieren ließen. Auch im weiteren Verlauf des Monats April, wird im Haus der Diakonie dem besonderen Wirken Martin Luthers gedacht.

So haben Bewohner, Mitarbeitende, Angehörige und Besucher die Möglichkeit, eigene Thesen oder Wünsche für die Kirche und Diakonie der heutigen Zeit zu formulieren. Am 19. April wird Pastor i.R. Horst-Dieter Beck am Nachmittag für die Bewohner über das Leben und Wirken Martin Luthers erzählen und am Freitag den 28. April wird in einem katholischen Gottesdienst über Martin Luther nachgedacht, „denn die Überzeugung, dass das Einssein mit Christus das höchste Gut des Menschen ist, verbindet alle Christen unabhängig von ihrer konfessionellen Zugehörigkeit“. zitiert das Haus der oiakonie den Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx.

Den Abschluss des „Luthermonats“ im Haus der Diakonie wird dann laut Nitteilung am Freitag, 28. April, ein „Tischgelage“ mit Speisen des Mittelalters bilden, denn bei aller Frömmigkeit Martin Luthers war er ein Genießer guten Essens und Trinkens.


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