Folge des Unwetters Kleine Brücke in Düte droht einzustürzen

Von Frank Klausmeyer

Die Brücke über den Schulbach wurde durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt wird geprüft, ob und wie das Bauwerk repariert werden kann. Schlimmstenfalls ist ein Neubau erforderlich. Bis auf Weiteres bleibt die Düter Straße gesperrt. Foto: Frank KlausmeyerDie Brücke über den Schulbach wurde durch das Unwetter in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt wird geprüft, ob und wie das Bauwerk repariert werden kann. Schlimmstenfalls ist ein Neubau erforderlich. Bis auf Weiteres bleibt die Düter Straße gesperrt. Foto: Frank Klausmeyer

Westerkappeln. Die Unwetter der vergangenen Woche haben eine kleine Brücke über den Schulbach in Westerkappeln dermaßen in Mitleidenschaft gezogen, dass das Bauwerk eventuell abgerissen und neu errichtet werden muss.

Die heftigen Gewitter und der Starkregen haben manchen Keller unter Wasser gesetzt und wohl diversen Hausrat in Mitleidenschaft gezogen. Nennenswerte Schäden an kommunalen Liegenschaften gab es offenbar nicht. Bis auf die kleine Brücke über den Schulbach an der Ecke Düter Straße/Im Fang, die von den Wassermassen unterspült und arg beschädigt wurde.

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Unterstützung vom Kreis?

Da kommen möglicherweise einige Zehntausend Euro auf den Steuerzahler zu. Wohl angesichts der angespannten Haushaltslage regte Wolfgang Jonas (CDU) am Dienstagabend in der Sitzung des Hauptausschusses an, zu prüfen, ob es möglicherweise finanzielle Hilfe vom Kreis Steinfurt oder vom Land Nordrhein-Westfalen gibt. Schließlich habe Landrat Dr. Klaus Effing bei einem Besuch in Lienen, das ebenfalls heftig vom Unwetter getroffen wurde, solche Unterstützung zugesagt.

Nicht vergleichbar mit Lienen

Der Landrat habe am Montag angerufen und sich nach der Lage in Westerkappeln erkundigt, berichtete Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer. „Finanzielle Hilfe hat er uns aber nicht angeboten.“ Jürgen Schulte (Bürgergemeinschaft) betonte in diesem Zusammenhang, dass es in Lienen ungleich schwerere Schäden gegeben habe.

Einsturzgefahr

Die Brücke in Düte ist jedenfalls akut einsturzgefährdet. Für den Kraftfahrzeugverkehr wurde die Straße sofort gesperrt. Fußgänger und Radfahrer konnten die Stelle aber noch passieren. Offensichtlich weil Wolfgang Jonas am Dienstag eine bessere Absicherung anmahnte, drohten doch der Straßenrand weiter abzubrechen und Menschen abzustürzen, wurde die Brücke am Mittwochmorgen ganz abgeriegelt.

Bei der Behebung des Schadens sei wichtig, dass der Durchlass unter der Straße nicht etwa verkleinert, sondern vergrößert wird. „In der Zukunft wird wohl verstärkt mit Starkregenfällen zu rechnen sein“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

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Längere Sperrung möglich

Rainer Echterhoff (CDU), vor dessen Haustür der Durchlass liegt, rechnet mit Kosten in Höhe von 60000 bis 70000 Euro. Das hofft Große-Heitmeyer günstiger hinzukriegen. Am Mittwoch sei eine Fachfirma vor Ort gewesen, um den Schaden zu begutachten. Ganz so einfach, wie die Verwaltung sich eine Reparatur gedacht habe, werde es aber wohl nicht gehen. Nun warte man auf ein Angebot, sagte die Bürgermeisterin auf Nachfrage. „Wir wollen die Straße so schnell wie möglich wieder freigeben.“ Problem: Die Sommerferien stehen vor der Tür. „Da machen auch einige Baufirmen zu“, gab die Verwaltungschefin zu bedenken.

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