Zum „Wir“ gewachsen Realschule Westerkappeln verabschiedet 63 Schüler

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63 junge Frauen und Männer sind am Samstag von der Realschule verabschiedet worden. Zum Erinnerungsbild gesellten sich auch die beiden Klassenlehrerinnen Brigitte Casser (vorne, 2.von rechts) und Manuela Lutterbeck (links). Foto: Araann Christoph63 junge Frauen und Männer sind am Samstag von der Realschule verabschiedet worden. Zum Erinnerungsbild gesellten sich auch die beiden Klassenlehrerinnen Brigitte Casser (vorne, 2.von rechts) und Manuela Lutterbeck (links). Foto: Araann Christoph

Westerkappeln. An der Realschule Westerkappeln haben 63 Schüler 2015 ihre mittlere Reife geschafft. Mit einer Feier wurden sie im Schulzentrum verabschiedet.

Mit dem „Zirkus Halligalli“ hat sich der Abschlussjahrgang der Realschule Westerkappeln ein Motto gewählt, das wohl passender nicht hätte sein können. „Jeder Artist im Zirkus hat seine einzigartigen Stärken, was auch die Schülerinnen und Schüler auszeichnet“, sagte Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer bei der feierlichen Zeugnisvergabe für die 10a und 10b am Samstag in der Aula des Schulzentrums.

63 junge Frauen und Männer haben in diesem Jahr ihre mittlere Reife geschafft, 51 von ihnen haben sich dabei ihre Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe gesichert. Und das trotz der nicht unbedingt idealen Rahmenbedingungen, wie die Zusammenlegung von drei zu zwei Klassen zu Schuljahresbeginn.

Die Aula der Realschule war mit Schülern, Geschwistern, Eltern und Lehrern gefüllt. Die Stimmung – gekonnt untermalt von der Big Band der Schule unter der Leitung von Günter Windorfer – war feierlich und aufgeregt. 63 erwartungsvolle junge Erwachsene warteten darauf, ihr Abschlusszeugnis in Händen zu halten.

In einer humorvollen Rede lobte Schulleiter Ralf Kutschwalski, der im Sommer in den Ruhestand geht, die Einzigartigkeit, den Witz und Verstand des Jahrgangs.

Was die Schulabgänger so besonders mache, seien ihre „Aufmerksamkeit, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Geduld Schülern und Lehrern gegenüber, Zielstrebigkeit, Bestimmtheit in der Formulierung ihrer Wünsche, ihre Gesprächsbereitschaft und ihre Motivation“, sagte Kutschwalski. Lehrerin Ulrike Buschmann brachte es noch einmal auf den Punkt. 41 Schülerinnen und Schüler hätten sich freiwillig etwa als Streitschlichter, Schulsanitäter oder Buslotsen engagiert. „Ohne euch hätte es im Mittagspausenbereich sonst nicht funktioniert“, sagte sie. Für das Engagement sind diese Schülerinnen und Schüler zusätzlich mit Rosen geehrt worden.

Die beiden Schülersprecherinnen Carina Reisvich und Angelika Kowis führten in ihrer Rede durch die sechs Jahre, die der Jahrgang an der Realschule verbracht hat. „Aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen ist ein Wir geworden“, erzählten die beiden. Nach einer Reise voller Höhen und Tiefen „halten wir nun nach zehn Jahren den Lohn in den Händen“.

„Bleibt, wie ihr seid. Wir werden euch vermissen. Und alle nachfolgenden Jahrgänge werden es schwer haben, euch zu toppen“, erklärten die Klassenlehrerinnen Brigitte Casser und Manuela Lutterbeck sichtlich gerührt.

Auch die Organisation im Vorfeld hätte besser nicht laufen können und zeugte vom großen Pflichtbewusstsein und Organisationstalent der Schulabgänger. „So etwas ist nicht selbstverständlich, wir konnten uns die ganze Zeit über auf euch verlassen“, erklärten Casser und Lutterbeck.

In Vierergruppen wurden die Schüler nach vorn gerufen, wo sie ihr Abschlusszeugnis überreicht bekamen. Tradition an der Realschule ist es, die Besten des Jahrgangs auszuzeichnen. Herausragend sind in diesem Jahrgang Lena Stall aus der 10a mit einem Notendurchschnitt von 1,3 sowie Maren Wietheger und Nicolas Gewohn aus der 10b (beide 1,58) gewesen.


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