Demo vor der Osnabrück-Halle Erzieherinnen und Sozialarbeiter streiken in Osnabrück

Meine Nachrichten

Um das Thema Westerkappeln Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

„Richtig gut“: Für ihre Arbeit fordern Beschäftigte in Sozial- und Erziehungsberufen eine Aufwertung um zehn Prozent. Foto: Swaantje Hehmann„Richtig gut“: Für ihre Arbeit fordern Beschäftigte in Sozial- und Erziehungsberufen eine Aufwertung um zehn Prozent. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Gut 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler Sozial- und Erziehungsdienste haben sich am Donnerstag in Osnabrück am eintägigen Warnstreik beteiligt. Sie fordern eine Aufwertung ihrer Arbeit in Form von besserer Bezahlung.

Unterstützt wurden die Osnabrücker von 80 Kollegen aus Friesland, die nach Osnabrück gereist waren. Ziel eines kurzen Demonstrationszuges von der Lagerhalle durch die Stadt war die Osnabrück-Halle. Dort findet der dreitätige Kongress „Bewegte Kindheit“ mit rund 3000 Pädagogen statt. (Weiterlesen: Wenn die Kita zu ist: Fragen und Antworten für Eltern)

Kongressleiterin Pro. Renate Zimmer unterstützte in einer kurzen Ansprache die Streikenden und ihre Forderungen. Erzieherinnen und Erzieher trügen eine große Verantwortung, seien mit den „größten Erwartungen“ konfrontiert und erhielten die „geringste Anerkennung“, sagte sie unter dem Applaus der Streikenden. Das wolle sie auch in ihrer Eröffnungsrede vor den Kongressteilnehmern sagen.

Weitere Artikel zum Thema Familie und Kita finden Sie auf www.noz.de/familie

Die Gewerkschaft Verdi hat im Februar Tarifverhandlungen mit dem Ziel aufgenommen, die Berufs in den Sozial- und Erziehungsdiensten deutlich aufzuwerten. Angesichts gestiegener Anforderungen und anspruchsvoller Ausbildungen müssten die Fachkräfte besser eingruppiert werden. Gefordert wird eine durchschnittlich zehnprozentige Erhöhung. Die kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien im Kampf für eine bessere Bezahlung auch auf die Solidarität der Kollegen in den kirchlichen Einrichtungen angewiesen, betonte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Nicole Verlage.

Durch den ganztätigen Streik war der Betrieb in einigen Kitas komplett oder zum Teil lahmgelegt. Die Eltern waren im Vorfeld über den Ausstand informiert worden.

Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Montag in Münster fortgesetzt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN