Beratung in den Rathäusern Neue Stadtwerke zeigen Präsenz in Westerkappeln und Lotte

Von Frank Klausmeyer

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Die Stadtwerke Tecklenburger Land gehören auch der Gemeinde Westerkappeln. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihr Stellvertreter Thomas Rieger (rechts) hoffen deshalb auf einen Erfolg des Unternehmens. Zum Start wurde Kundenberater Philipp Börgermann von Vertriebschef Marcus Rüdiger unterstützt. Foto: Frank KlausmeyerDie Stadtwerke Tecklenburger Land gehören auch der Gemeinde Westerkappeln. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer und ihr Stellvertreter Thomas Rieger (rechts) hoffen deshalb auf einen Erfolg des Unternehmens. Zum Start wurde Kundenberater Philipp Börgermann von Vertriebschef Marcus Rüdiger unterstützt. Foto: Frank Klausmeyer

Lotte/Westerkappeln. Mal eben ins Rathaus gehen und einfach Strom und Gas bestellen – das ist seit Mittwoch in Westerkappeln möglich. Die Stadtwerke Tecklenburger Land sind drei Wochen nach Eröffnung ihres Kundenzentrums in Ibbenbüren jetzt auch regelmäßig in den anderen Orten des künftigen Versorgungsgebietes mit Beratern vor Ort. In Lotte immer freitags.

In Westerkappeln immer mittwochs, in Lotte freitags von 8 bis 12.30 Uhr können wechselwillige Verbraucher sich in der Gemeindeverwaltung informieren oder gleich einen Versorgungsvertrag unterschreiben. „Wir sind ja nicht nur die Stadtwerke für Ibbenbüren. Deshalb ist für uns wichtig, Präsens in der ganzen Region zu zeigen“, erklärt Marcus Rüdiger, Vertriebsleiter der Stadtwerke.

Die Kommunen im Tecklenburger Land sind mit insgesamt 52 Prozent an der Vertriebsgesellschaft beteiligt , also ist auch jeder Westerkappelner und Lotter irgendwie Teilhaber der Stadtwerke. „Es gibt hier eine Riesenverbundenheit mit der Region“, meint Rüdiger und setzt deshalb auf „Beziehungskäufe“, wie sie auch bei anderen Waren und Dienstleistungen aus der Region zu beobachten seien.

Beim Einkauf zählen für viele Verbraucher aber die Kosten. Und da glaubt Rüdiger, gut mithalten zu können: „Wir wollen nicht billig sein, bieten aber marktkonforme Preise.“ Billiger als die RWE, der sogenannte Grundversorger im Verbreitungsgebiet der Stadtwerke Tecklenburger Land , sind diese mit Sicherheit. RWE-Kunden können bei einem Strom- und Gaswechsel bei gleichbleibendem Verbrauch ein paar Hundert Euro im Jahr sparen. Die RWE wird sich nur mäßig grämen, sitzt sie bei den Stadtwerken Tecklenburger Land doch mit im Boot.

Seit September stehen deren Strom- und Gaspreise fest: Für den Strom zahlen Kunden inklusive Mehrwertsteuer 25,89 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Dazu kommt eine monatliche Grundgebühr von acht Euro. Wer Ökostrom möchte, zahlt monatlich einen Euro mehr. Der Arbeitspreis bleibe der gleiche, erläutert Rüdiger und versichert in diesem Zusammenhang, dass die Stadtwerke in gleichem Maße Ökostrom einkaufen werden, wie sie ihn an Kunden veräußern.

Beim Gas liegt der Verbrauchspreis bei 6,7 Cent pro kWh, hinzu kommt die monatliche Grundgebühr von ebenfalls acht Euro.

Zum frühestmöglichen Liefertermin am 1. Januar werde der Strompreis noch leicht zurückgehen, kündigt der Vertriebschef mit Hinweis auf bundesweit sinkende Ökostromumlagen an. Darüber hinaus geben die Stadtwerke Tecklenburger Land eine Preisgarantie bis Ende 2016 – ausgenommen Steuern und andere staatliche Abgaben.

Marco Rüdiger räumt ein, dass manche Wettbewerber deutlich unter den Konditionen seiner Stadtwerke liegen – zumindest auf den ersten Blick. Denn wer nicht auf das Kleingedruckte in den Verträgen achte und die Preisentwicklung seines vermeintlich günstigen Anbieters nicht im Auge behalte, könne ein böses Erwachen erleben.

Die Stadtwerke Tecklenburger Land wollen dagegen mit transparenter Preisgestaltung und persönlicher Beratung vor Ort um Vertrauen werben. „Wir besuchen die Kunden auch zu Hause, aber nur auf deren persönlichen Wunsch. Wir sind keine Drückerkolonne“, so Rüdiger. Mit diesem Paket seien die Stadtwerke erfolgreich gestartet. Auf konkrete Zahlen will sich der Vertriebsleiter zwar nicht festnageln lassen, „wir liegen aber eindeutig über unseren Erwartungen.“ Langfristiges Ziel sei, RWE als Marktführer und damit Grundversorger in der Region abzulösen. Dafür müssten die Stadtwerke Tecklenburger Land etwa 35 bis 40 Prozent der Haushalte für sich gewinnen.


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