Lieder zum Heulen und zum Lachen Junger Chor gestaltet Konzert in Westerkappeln

Eindrucksvoll präsentiert hat der Junge Chor Lieder, die von Geschichten singen, die das Leben schrieb“, am Sonntagabend in der Stadtkirche. Ob als ganzer Chor, im kleineren Ensemble oder solistisch – der Junge Chor überzeugte in allen Formationen. Foto: Dietlind EllerichEindrucksvoll präsentiert hat der Junge Chor Lieder, die von Geschichten singen, die das Leben schrieb“, am Sonntagabend in der Stadtkirche. Ob als ganzer Chor, im kleineren Ensemble oder solistisch – der Junge Chor überzeugte in allen Formationen. Foto: Dietlind Ellerich

ell Westerkappeln. Sie hatten nicht zu viel versprochen, als sie in den vergangenen Wochen schon voller Vorfreude ihr Konzert ankündigten. Unter dem Titel „Lieder, die das Leben schrieb“ spannten mehr als 40 bestens gelaunte Sängerinnen und Sänger in der evangelischen Stadtkirche einen weiten musikalischen Bogen vom Gospel über Pop bis zum Musical. Das Konzert des Jungen Chors Westerkappeln unter der Leitung von Martin Ufermann konnte sich hören und auch sehen lassen.

Schon der Auftakt mit dem Gospel „Ankommen und Anfangen“, den der Chor während seines Einzugs durch das Kirchenschiff sang, machte Lust auf das weitere Programm, mit „Liedern zum Heulen und zum Lachen“, wie es Chorleiter Martin Ufermann schmunzelnd auf den Punkt brachte.

Workshop als Grundlage

Ein Probenwochenende im ehemaligen Kloster Rulle Anfang des Monats hatte den „Liedern, die von Geschichten singen, die das Leben schrieb“, den letzten Schliff gegeben und den Zusammenhalt des Chors weiter gefestigt, was während des knapp zweistündigen Konzerts wunderbar zum Ausdruck kam.

Die Sänger, die von dem Pianisten Jörg Niedderer begleitet wurden, überzeugten als gesamter Chor, in kleineren Ensembles und solistisch gleichermaßen.

„Ich werd’s überstehen“, hieß der Song des Komponisten Axel Christian Schullz, der vielen Chormitgliedern als Leiter des Gospelworkshops im Februar dieses Jahres in guter Erinnerung geblieben ist. Die Solistin Martina Bierbaum sang das berührende, Mut machende Lied, zurückhaltend begleitet von den Sängerinnen und Sängern in den Kirchenbänken. Für die eindrucksvolle Interpretation gab es ebenso lang anhaltenden Beifall wie für „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller und „You’ll be in my heart“ aus dem Musical Tarzan, die von sechs Chorsängerinnen vorgetragen wurden.

Das Publikum war begeistert und hielt sich wacker auf den Kirchenbänken, die laut Ufermann nur für eine Stunde ausgelegt seien. Nach kurzem Aufstehen und „Knochen sortieren“ war auch die zweite Stunde Stillsitzen kein Problem mehr. Allerdings mochte bei den Rhythmen, die zum Mitklatschen und Mitwippen einluden, keiner so recht ruhig sitzen.

Spürbare Lebensfreude

Ob traditioneller oder moderner Gospel, Sacro-Pop oder Pop-Songs, die Emotionen und die Lebensfreude, mit der die Sänger ihr Programm präsentierten, sprangen schnell aufs Publikum über. Da sah und hörte man den einen oder anderen in den Kirchenbänken leise mitsummen oder mitsingen.

„Wer solche schönen Lieder gemeinsam mit anderen singen möchte und jung geblieben ist“ – Alter nach oben hin offen –, könne gerne im Jungen Chor mitmachen, warb Martin Ufermann um neue Mitglieder.

Die Proben sind mittwochs ab 20 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.