Andrea Schröer hört auf Westerkappelner Laden „Pinocchio“ schließt im Juli

Von Karin C. Punghorst

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Freundlich und kompetent – so kennen viele Westerkappelner die Geschäftsfrau Andrea Schröer. Im Juli will sie ihr Ladenlokal schließen. Foto: Karin C. PunghorstFreundlich und kompetent – so kennen viele Westerkappelner die Geschäftsfrau Andrea Schröer. Im Juli will sie ihr Ladenlokal schließen. Foto: Karin C. Punghorst

Westerkappeln. Das Kindermodengeschäft „Pinocchio“ in der Kreuzstraße wird in einigen Wochen geschlossen. Inhaberin Andrea Schröer gibt nach fast 27 Jahren ihre berufliche Selbstständigkeit auf. Die wären es im September gewesen. „Vor zwei Jahren haben wir noch ein bisschen unser 25-jähriges Jubiläum gefeiert“, blickt Andrea Schröer zurück.

In ihrem kleinen gemütlichen Ladenlokal mitten in Westerkappeln bietet die gelernte Versicherungskauffrau seit 1987 Kinderbekleidung an. Das fängt beim Strampler an und hört bei der Winterjacke für Jungs in Größe 176 längst noch nicht auf.

Viele Stammkunden haben in den vergangenen Jahren die kompetente und freundliche Beratung von Andrea Schröer genossen. „Einige Mütter waren richtig traurig, wenn sie nicht mehr bei mir kaufen konnten, weil ihre Kinder zu groß wurden.“

Gute, aber bezahlbare Markenbekleidung, dafür war das Lädchen von Andrea Schröer bekannt, auch in den Nachbarkommunen. Die Kunden kamen gerne zu „Pinocchio“ nach Westerkappeln.

Aber: „Zeitaufwand und Gewinn passen einfach nicht mehr zusammen“, bilanziert die Geschäftsfrau. Dazu beigetragen hat auch der stetig wachsende Handel im Internet wie auch, dass Flohmärkte und gebrauchte Kinderkleidung einen immer größeren Markt finden.

Verbittert wirkt Andrea Schröer trotzdem nicht. Ruhig und gelassen, wie gewohnt, steht sie in ihrem Laden. Dort geht es zu wie in einem Taubenschlag. Längst hat sich rumgesprochen, dass das Geschäft schließen wird. Jetzt locken zudem noch besondere Preisnachläße. Der Abverkauf soll voraussichtlich bis Mitte Juli laufen.

Optimistisch blickt Andrea Schröer indes ihrer neuen beruflichen Herausforderung entgegen. In Osnabrück bei Schäffer-Geschenke ist sie zukünftig in der Kinderabteilung zu finden. Der neue Job bringt geregelte Arbeits- und Urlaubszeiten mit sich. Das bedeutet auch, planbare Freizeit – und die will Andrea Schröer nutzen: „Ich will mehr im Garten tun.“ Und sie freut auch darauf, mehr Zeit mit ihrem Lebensgefährten verbringen zu können.

Doch noch steht die Geschäftsfrau in ihrem Ladenlokal. Ein bisschen Wehmut klingt in ihrer Stimme dennoch mit. Dafür war die Zeit mit „Pinocchio“ zu lang und zu schön, als dass sie spurlos zu Ende gehen könnte. Ihr Dank gilt ihren treuen Kunden und ihren Mitarbeiterinnen.

Wie es in dem kleinen Geschäft weitergeht, scheint noch offen zu sein. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass es wieder ein Geschäft für Kinderkleidung gebe.


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