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Mehr Platz für die Getränke Schröder GmbH aus Osnabrück zieht mit Großhandel nach Westerkappeln


Westerkappeln. Solche Termine mag der Bürgermeister am liebsten. Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken, kurzes Vorwort, dann überlässt Ullrich Hockenbrink das Reden anderen. „Wir kommen nach Westerkappeln“, sagen Volker und Ralf Schröder. Sie ziehen mit ihrem Getränkegroßhandel bald von Osnabrück in das Gewerbegebiet Gartenkamp.

Dort haben sich die Brüder ein rund 7700 Quadratmeter großes Grundstück neben dem Fleischwaren-Hersteller Giersch gesichert, der vor einigen Jahren auch aus Osnabrück nach Westerkappeln gezogen ist. Das Notarielle wurde Anfang dieser Woche abgewickelt. Nächstes Jahr soll gebaut werden.

30 Mitarbeiter hat das Familienunternehmen. „Die Hälfte wohnt sowieso in Westerkappeln und Lotte. Die haben jetzt kurze Wege“, meint Ralf Schröder (49), der jüngere der beiden Inhaber, schmunzelnd.

Das ist natürlich nicht der Grund für den bevorstehenden Umzug. Den Schröders ist es an ihrer Zentrale an der Berghoffstraße in Osnabrück neben dem Autohaus Weller schon lange zu eng geworden. „Mittlerweile sind wir auf drei Grundstücke verteilt. Wir shuttlen uns zu Tode“, sagt Volker Schröer (52). „In Westerkappeln können wir alles zusammenfassen.“

Wobei Getränke Schröder nicht komplett aus Osnabrück wegzieht. Der Einzelhandel bleibt an der Berghoffstraße. Im Gartenkamp wäre das auch gar nicht erlaubt. Einzelhandel ist dort ausgeschlossen. Giersch darf seine Grillspezialitäten dort verkaufen, weil es sich um Werksverkauf handele, betont Bürgermeister Ullrich Hockenbrink.

Die Schröders brauchen Lagerflächen. Neben einer großen Halle wollen sie auch ein vernünftiges Verwaltungsgebäude hinstellen mit ausreichend Raum für die Angestellten. „Unser Gebäude in Osnabrück war ursprünglich für sechs Leute ausgelegt“, erzählt Ralf Schröder. Seinem Bruder und ihm geht es auch darum, ein angenehmes Umfeld für die Beschäftigten zu schaffen: „Es ist schwierig, gutes Personal zu finden.“ Dass auch der Fuhrpark im Gartenkamp genügend Stellfläche haben soll, versteht sich von selbst.

Aus Osnabrück weg wollte Getränke Schröder nicht mit aller Gewalt. Die Stadt habe sich auch bemüht. Angesichts von Rechtsstreitigkeiten bei infrage kommenden Grundstücken sei man aber nicht weiter gekommen, berichtet Volker Schröder.

Dafür seien die Verhandlungen mit der Gemeinde Westerkappeln umso schneller vorangegangen. Für den Gartenkamp spreche nicht zuletzt die gute Anbindung. Bis zur A 1 sind es nicht einmal 4,5 Kilometer, bis zum Firmensitz in Osnabrück auch nur gut zehn. Bürgermeister Hockenbrink würde sich über den nächsten Notartermin freuen. Im Gewerbegebiet Gartenkamp gebe es noch freie Flächen: „Es werden aber weniger.“


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