Willkommen im Holzzeitalter Rund 500 Gäste bei Halleneinweihung in Westerkappeln

Von Erhard Kurlemann

Ein großer Tag -- nicht nur für die Geschäftsführung von Derix: Markus Brößkamp, Simone Derix, Markus Derix (von links) Foto: Erhard KurlemannEin großer Tag -- nicht nur für die Geschäftsführung von Derix: Markus Brößkamp, Simone Derix, Markus Derix (von links) Foto: Erhard Kurlemann

Westerkappeln. Jeder der rund 500 Gäste, der sich auf den Weg in die neue Halle bei Derix & Poppensieker gemacht hat, wusste sofort, worum es geht: „Willkommen im Holzzeitalter“ stand auf den großen Transparente geschrieben.

In der rund 15 000 Quadratmeter großen Produktionshalle gibt es eine neue Produktionslinie „X-Lam 2.0“ erläuterte Unternehmenssprecherin Susanne Gruchow. Zusammen mit der X-Lam-Produktion am Standort Niederkrüchten will die Unternehmensgruppe dann über 100 000 Kubikmeter im Jahr ausstoßen. 

Holz als Baustoff habe sofort eine „wohnliche Komponente“. Leimbinder in großen (Sport-)Hallen etwa erzeugten eine angenehme Atmosphäre.

Durch viele Techniken könne Holz so eingesetzt werden, dass auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sei, dass Holz verbaut worden sei. „Da liegt noch großes Potenzial.“

Der Fokus der Produktion werde künftig noch mehr auf Nachhaltigkeit gelegt, denn „Holz ist der nachhaltigste Baustoff, den es gibt“. „Das Unternehmen geht davon aus, dass es gerade in der Diskussion rund um die Klimakrise in Zukunft noch weit mehr Gebäude aus Holz geben wird“, erläuterte Geschäftsführer Markus Brößkamp den Gästen die Philosophie. „Heute steht aber ncit so sher die Inforamtion im Vordergrund. Heute wird gefeiert.“ Und: „Mit unserer neuen Halle und den darin verborgenen Möglichkeiten geben wir ein Signal in den Markt“.

Dennoch gab es für die Gäste ausreichend Möglichkeiten, sich zu informieren. „Betriebsführungen“ gehörten zum Angebot der Eröffnungsfeier.

Festredner war der Journalist und Buchautor Franz Alt. Sein Thema : „Holz hat Zukunft“. er hob mehrfach die Bedeutung von Holz als Baustoff, weil nachwachsender Rohstoff, hervor.

Die X-Lam-Fertigung läuft weitgehend vollautomatisch. Pro Schicht werden nur ein knappes Dutzend Leute auf der 15 000 Quadratmeter großen Arbeitsfläche benötigt. Nur die Befüllung mit dem Stapler sowie die Endabnahme laufen manuell. In den Gängen sitzen Fachleute, die den Produktionsablauf an Bildschirmen steuern und überwachen. Der Kontrollstand unter der Decke bietet einen Überblick über die komplette Halle. Der neue Kollege, der dort sitze, habe tatsächlich früher im Kontrollraum eines Kraftwerks gearbeitet, erläutert die Sprecherin.

Auch die Bauarbieten seien planmäßig verlaufen „Gut elf Monate Bauzeit - das kann sich schon sehen klassen“.

Am Abend erlebten die Gäste eine Improvisationstheatershow. Dafür war das Placebo-Ensemble aus Münster gekommen.


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