Musikalischer Rosenkranz Kirchenchor St. Margaretha Westerkappeln experimentiert

Von Dietlind Ellerich

Die Proben unter der Leitung von Veronika Hoffstädt gehen in diesen Tagen in die Endphase. Am 29. September ab 17 Uhr laden die Sängerinnen und Sänger des katholischen Kirchenchors zum „Musikalischen Rosenkranz“ ein.Foto: Dietlind EllerichDie Proben unter der Leitung von Veronika Hoffstädt gehen in diesen Tagen in die Endphase. Am 29. September ab 17 Uhr laden die Sängerinnen und Sänger des katholischen Kirchenchors zum „Musikalischen Rosenkranz“ ein.Foto: Dietlind Ellerich
Dietlind Ellerich

Westerkappeln. „Oh, der Rosenkranz“, einige Mitglieder des katholischen Kirchenchors hatten zunächst etwas verhalten reagiert, als ihre Chorleiterin Veronika Hoffstädt die Idee hatte, die traditionelle Gebetskette zum Thema eines Konzerts zu machen. Sie ließen sich dennoch überzeugen und bereiten sich nun intensiv auf ein besonderes Ereignis vor. Am Sonntag, 29. September, wird ab 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Margare­tha ein „Musikalischer Rosenkranz“ erklingen

Der Rosenkranz mit seinem Kreuz und 59 Perlen sei ein Hilfsmittel, die verschiedenen Stationen der Lebensgeschichte Jesu während des Betens zu betrachten, erklärt Hoffstädt, was es mit der Gebetskette auf sich hat. Ob Vaterunser, Ave Maria oder Glaubensbekenntnis, die Geheimnisse, die man mit Hilfe des Rosenkranzes bete, seien wie eine Art Meditation, findet die Chorleiterin. 

„Anhand der Perlen können wir das Leben Jesu mitgehen“, fährt sie fort. Vom freudenreichen Rosenkranz mit dem Weihnachtsgeschehen führe der Weg durch das ganze Kirchenjahr und betrachte in der Folge die lichtreichen, die schmerzhaften, die glorreichen, die trostreichen Geheimnisse und den Friedensrosenkranz.

Die Lieder zu den einzelnen Stationen haben die Chormitglieder gemeinsam ausgewählt. Und da es sich um das gesamte Leben Jesu von der Geburt bis zum Tod dreht, verwundert es nicht, dass neben weihnachtlichen Klängen Oster- und Pfingstlieder, aber auch „Suche Frieden“, das Lied zum Katholikentag 2018 in Münster, sowie „Schau auf die Welt“ zum Lob von Gottes Schöpfung angestimmt werden.

Veronika Hoffstädt erinnert sich noch gut an die Faszination ihres ersten musikalischen Rosenkranzes, den sie im Jahr 1980 auf einem Weltjugendtag in Lourdes erlebte.

Gertrud Zuber-Kuhlmann schwärmt von dem besonderen Liederreigen, den der Chor Mitte der 1990er-Jahre in Westerkappeln aufgeführt hat. „Das war Gänsehaut pur und sehr ergreifend“, sagt sie mit leuchtenden Augen und voller Vorfreude auf das Konzert am 29. September.

Auch die zuvor eher skeptischen Sängerinnen und Sänger katholischen und evangelischen Glaubens haben ihren Frieden mit dem Rosenkranz gemacht. „Ich habe mich von den Liedern überzeugen lassen“, begründet Uwe Heynemeier, warum er nach anfänglichem Zögern jetzt doch gerne dabei ist. Und aus dem trockenen „Dann machen wir das mal“ anderer Mitglieder ist während der Proben der vergangenen Wochen echte Begeisterung für die Sache und den besonderen Rosenkranz geworden.

Die Lieder gehören übrigens zum festen Repertoire des katholischen Kirchenchors und müssen in den Proben nur noch aufgefrischt werden.

Der 29. September als Termin für das Konzert ist nicht zufällig gewählt. Der Oktober sei Ende des 19. Jahrhunderts von Papst Leo XIII zum „Rosenkranzmonat“ ernannt worden, weiß Veronika Hoffstädt. Vor dem Hintergrund passe ein Termin zwei Tage vor dem Oktober gut.


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