Weitere Stellflächen gestrichen Parkraum im Westerkappelner Ortskern wird knapp

Von Frank Klausmeyer

Unübersehbar: An der Einfahrt zum neuen Mehrfamilienhaus auf der rückwärtigen Seite des früheren Hauses Müller gibt es jetzt ein absolutes Halteverbot. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Autofahrer dort allenfalls bei einem Notstand stehen bleiben. Foto: Frank KlausmeyerUnübersehbar: An der Einfahrt zum neuen Mehrfamilienhaus auf der rückwärtigen Seite des früheren Hauses Müller gibt es jetzt ein absolutes Halteverbot. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Autofahrer dort allenfalls bei einem Notstand stehen bleiben. Foto: Frank Klausmeyer

Westerkappeln. Absolutes Halteverbot! Entgegen dem kleinen Verkehrsschild, das nach Angaben von Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer geflissentlich missachtet wurde, ist das große Piktogramm vor dem ehemaligen Parkplatz an der Großen Straße nicht zu übersehen. Das ärgert die Geschäftsleute.

Sie ärgert allerdings weniger der unübersehbare Hinweis, sondern der Umstand, dass wieder öffentliche Parkplätze gestrichen worden sind. Denn der angrenzende Stellplatz steht ebenfalls nicht mehr fürs Parken zur Verfügung. Dort blockiert ein großer Blumenkübel die Fläche.

Damit nicht genug: Seit Kurzem sind auch am Konrott zwei weitere Kurzzeitparkplätze weggefallen, weil dort eine neue Stromladesäule der Stadtwerke Tecklenburger Land aufgestellt wurde. Stehen dürfen dort fortan nur noch Elektrofahrzeuge zum Auftanken. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke auf dem Konrottparkplatz eine Ladesäule installiert.

Der Bürgermeisterin ist bewusst, dass sich der Beifall für die gestrichenen Parkplätze in Grenzen hält. Den Wegfall der Stellflächen an der Großen Straße habe der Gemeinderat im Zuge des Bebauungsplanverfahrens für die neuen Mehrfamilienhäuser im rückwärtigen Bereich des früheren Hauses Müller beschlossen. Die Einfahrt ist gleichzeitig Rettungsweg für die Feuerwehr. Von der Straße „Am Freistuhl“ gibt es allerdings eine zweite Einfahrt auf das Gelände. Die Stellflächen dort könnten nicht fürs Parken genutzt werden, betont Große-Heitmeyer. „Das ist ein Privatgrundstück.“

„Herbeizaubern“ könne die Gemeinde neue Parkplätze auch nicht, sagt die Verwaltungschefin auf die Frage, ob und wo die Gemeinde Ersatz anbieten kann. Kapazitäten gäbe es in einem Garten südlich der Alten Poststraße, der teilweise Eigentum der Gemeinde ist. Etwa 20 Stellplätze sind dort möglich. Die Idee wurde bereits im 2011 vorgestellten Integrierten Handlungskonzept (IHK) geboren.

Ob die Umsetzung noch in dieser Legislaturperiode – nächstes Jahr sind Kommunalwahlen – möglich wäre, glaubt Große-Heitmeyer nicht. „So ein Jahr ist schnell rum.“ Vielleicht mache es Sinn, das Grundstück im Zuge der Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn zu erschließen – vorausgesetzt, sie kommt.


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