Zeitreise in die Vergangenheit Freibad-Party am Westerkappelner Bullerteich

Von Araann J. Christoph

Rockte die Bühne im Freibad am Bullerteich bis tief in die Nacht: die Osnabrücker Band Doc Moralez & his shitkickin‘ Hot Burrito Show. Selbst Regen und Gewitter konnten die gute Laune der Konzertbesucher nicht trüben. Foto: Araann J. ChristophRockte die Bühne im Freibad am Bullerteich bis tief in die Nacht: die Osnabrücker Band Doc Moralez & his shitkickin‘ Hot Burrito Show. Selbst Regen und Gewitter konnten die gute Laune der Konzertbesucher nicht trüben. Foto: Araann J. Christoph

Westerkappeln. „The house is a rockin‘“, schmettert Frank Eilermann, Frontmann der Osnabrücker Band Doc Moralez & his shitkickin‘ Hot Burrito Show, den Kultsong von Stevie Ray Vaughan. „Aber nicht so sehr wie das Freibad“, fügt er hinzu, als sich die Fläche vor der Bühne am Bullerteich bereits mit einer Menschenmasse gefüllt hat.

Die 1993 gegründete Band hatte vier Jahre Pause gemacht. Nun sind sie zurück und haben die Gäste der Freibad-Party am Samstag mit auf eine musikalische Zeitreise in die vergangenen Jahrzehnte genommen. 

Auch Gäste aus Osnabrück

Rund 450 große und kleine Gäste, teilweise sogar aus Osnabrück, waren angereist, um bei dem Benefizkonzert dabei zu sein. Der Erlös der Veranstaltung soll dazu genutzt werden, ein Spielgerät für das Freibad zu kaufen, so der Vorsitzende des Förderkreises Bullerteich, Thomas Wesselmann.

„Auf lange Sicht wollen wir wieder mehr in Kinder und Jugendliche investieren“, sagte Wesselmann weiter. Ihnen sei es wichtig, den Leuten zu zeigen, dass das Geld im Schwimmbad landet. „Jeder Cent geht wieder ins Freibad,“ sagte der zweite Vorsitzende, Dieter Schulte. 

Zu "Alkohol" auf der Tanzfläche

Trotz der hohen Temperaturen tanzten zahlreiche Gäste zu Songs wie „Will You Love me Tomorrow“ von The Shirelles, „Keep Your Hands“ von The Georgia Satellites oder auch „Sheila“ von Tommy Roe. Jedoch gab es nicht nur englischsprachige Stücke zu hören. Auch deutschsprachige Lieder wie etwa Herbert Grönemeyers „Alkohol“ wurden gespielt und holten die Besucher von ihren Sitzplätzen auf die Tanzfläche.

„Super“, sagte Kerstin Sickbert über das Konzert. Besonders gut fand sie, dass auch deutschsprachige Lieder gespielt wurden. Mit „Die Farbe der Liebe“ war auch Paul Kuhn in der Setliste vertreten – was sie besonders überrascht hat. „Wann hört man sowas schon mal?“ „Das Ambiente ist super“, sagte Mechthild Schulz. 

Organisator zufrieden

Hunderte Gäste tummelten sich auf der vorderen Wiese im Freibad, am Kiosk und an den Getränkewagen. Tische und Stühle waren aufgestellt worden, an denen die Gäste im Schein zahlreicher Kerzen das Konzert genießen konnten. Die Resonanz, die Dieter Schulte als Hauptorganisator der Veranstaltung mitbekam, war durchweg gut. Das vielfältige Programm sei gut bei den Leuten angekommen und die Band sei „einfach rockig und zieht die Leute mit“. 

Unterbrechung wegen Gewitter

Jedoch gab es zur fortgeschrittenen Stunde einen heftigen Regenschauer und Gewitter. So musste die Bühne rasch abgedeckt werden und das Konzert wurde unterbrochen. Aber nicht einmal der schnelle Witterungswechsel konnte die ausgelassene Stimmung im Freibad trüben. Bis in die Nacht wurde am Bullerteich noch gefeiert.

Auf Dauer sollen Live-Musik Veranstaltungen wie diese wieder regelmäßig im Freibad realisiert werden. Dies war vor vielen Jahren der Fall, so Wesselmann. Das Doc-Moralez-Konzert soll somit der Start einer Neuauflage sein. „Es ist ein Fundament für die nächsten Jahre“, sagte Schulte. 


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