Drahtseilakt mit Tigerpython Kleine machen großen Zirkus in Westerkappeln

Von Dietlind Ellerich

Großen Beifall gab es für die kleinen Artisten – egal ob beim Drahtseilakt der der Nummer mit einer Tigerpython. Foto: Dietlind EllerichGroßen Beifall gab es für die kleinen Artisten – egal ob beim Drahtseilakt der der Nummer mit einer Tigerpython. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln. Mehr als 100 Akteure in der Manege sind schon für die großen Zirkusse eine Besonderheit. Umso mehr für einen kleinen wie den Circus Liaison, der in der vergangenen Woche an der Awo-Kindertagesstätte Am Königsteich gastierte. Nach aufregenden Tagen mit Proben, Tieren und „echten“ Zirkusleuten hieß es für mehr als 100 Mädchen und Jungen zwischen drei und sechs Jahren „Manege frei“.

Mit viel Geduld und Spaß hatten Alfons, Whitney, Shona und Joey Spindler mit den Kleinen ein Programm einstudiert, das sich sehen lassen konnte. Jongleure, Dompteure, Clowns, Akrobaten, Seil- und Hula-Hoop-Tänzer präsentierten eine Show, die die Familien auf den Rängen begeisterte und manche Eltern, Geschwister oder Großeltern sprachlos machte.

Flirt mit Tigerpython

In ihren kühnsten Träumen hätten sie sich kaum vorstellen können, was ihr Nachwuchs sich da auf dem Drahtseil und mit dem mehr als zwei Meter langen Tigerpython traute.

Dank der Profis vom Circus Liaison, dessen Gastspiel sich die Awo-Kita I anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr und mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins „Freunde der Awo-Kita Am Königsteich“ gönnte, gingen die Mini-Artisten so mutig wie selbstbewusst ans Werk und ließen sich von dünnen Seilen, flinken Reifen und wilden Tieren nicht schrecken.

Lediglich der eine oder andere der kleinen Schlangenbeschwörer zog sich lieber aus der Affäre, als es darum ging, den sich sanft räkelnden Python zu stemmen. Gut, dass stets die helfenden Hände von Zirkusdirektor Alfons Spindler und seiner Tochter Whitney in der Nähe waren. So wurde das Liegen, Setzen oder Hüpfen auf dem Drahtseil und das Schwingen von gleich mehreren Hula-Hoop-Reifen beinahe zum Kinderspiel.

Professionelle Unterstützung

Dass Penny oder eine der beiden anderen Ziegen nicht immer so mitmachen wollten, wie es sich die Mini-Dompteure vorgestellt hatten, war kein Problem, denn die erst 20-jährige Whitney hatte die Kinder wie die Tiere gut im Griff und wusste stets Rat.

Gemeinsam mit Vater Alfons, Schwester Shona und Cousin Joey hatte sie die Nummern mit den Kleinen einstudiert und kannte ihre Pappenheimer.

Einen Riesenspaß hatten die „besten Musikclowns der Welt“ dabei, Zirkusdirektor Alfons Spindler an der Nase herumzuführen. Foto: Dietlind Ellerich


Einen Riesenspaß hatten die laut Direktor Spindler „besten Musikclowns der Welt“, vor allem daran, ihn an der Nase herumzuführen. Da schütteten sich die Clowns aus vor Lachen, als Alfons Schindler immer wieder auf ihr musikalisches Spiel hereinfiel.

Während Alfons und Whitney die Rasselbande in der Manege in Schach hielten, waren Joey und Shona hinter den Kulissen im Einsatz, sorgten für Popcorn, Musik, Mikrofon, Reifen, Drahtseil und weitere Requisite zur rechten Zeit und am richtigen Ort.

Kinder wachsen über sich hinaus

Begeistert von dem bunten Spektakel in der Manege waren nicht nur die Familien der Artisten. Auch Kita-Leiterin Elke Ursinus und ihr Team waren überwältigt von der tollen Atmosphäre während der Zirkuswoche, in der viele kleine Leute über sich hinausgewachsen waren. Ein großes Dankeschön des Teams ging an die Zirkusfamilie und die „Freunde der Awo-Kita Am Königsteich“.


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