Stadtwerke wollen Ausbau vorantreiben E-Ladenetz in Westerkappeln und Umgebung noch dünn

Von Frank Klausmeyer

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Etwas versteckt am Kirchplatz steht die einzige Ladesäule für E-Autos in Westerkappeln. Auf dem Rastplätzen Brockbachtal Nord und Süd gibt es auch noch welche. Dort können E-Auto-Fahrer sogar gratis Strom tanken. Foto: Frank KlausmeyerEtwas versteckt am Kirchplatz steht die einzige Ladesäule für E-Autos in Westerkappeln. Auf dem Rastplätzen Brockbachtal Nord und Süd gibt es auch noch welche. Dort können E-Auto-Fahrer sogar gratis Strom tanken. Foto: Frank Klausmeyer

Westerkappeln/Tecklenburger Land. Als Fahrer eines Elektrofahrzeuges hat man es auch nicht immer leicht. Die Reichweiten der Autos sind in der Regel eher mau, das Netz an Ladesäulen ist noch ziemlich dünn. Die Stadtwerke Tecklenburger Land wollen das E-Ladenetz in der Region jedoch mit ausbauen.

Die ersten vier Ladestationen der Stadtwerke Tecklenburger Land sind in Hörstel an der Bahnhofstraße, in Ibbenbüren an der Weberstraße, in Lotte-Wersen an der Westerkappelner Straße sowie in Mettingen an der Clemensstraße ans Netz gegangen. Weitere sollen folgen; auch in Westerkappeln: Hier werde bereits in den nächsten Tagen eine E-Ladesäule auf dem Konrott-Parkplatz in Betrieb genommen. Drei weitere Standorte sind in Planung, sie werden derzeit mit der Gemeindeverwaltung abgestimmt, teilen die Stadtwerke auf Nachfrage mit.

Das E-Ladenetz ist in Westerkappeln bislang sehr überschaubar. Die Innogy SE, eine Tochter des Energiekonzerns RWE, hat eine Ladesäule neben das öffentliche WC am Kirchplatz aufgestellt. Im Umkreis von 20 Kilometern gibt es weitere Innogy-Säulen unter anderem in Wallenhorst, Recke, Ibbenbüren und natürlich in Osnabrück.

Ladung ist nicht gleich Ladung

Auch die Westfalen AG hat zwei Schnellladesäulen (50 Kilowatt) in Westerkappeln in Betrieb, und zwar auf den Raststätten Brockbachtal Nord und Süd an der A 30 in Velpe. Dort passten drei Steckertypen, sodass nahezu alle Elektrofahrzeuge dort laden könnten, teilt das Unternehmen mit. Auch Tesla-Wagen könnten dort mit entsprechenden Adaptern Strom tanken. Tesla setzt auf seine sogenannten Supercharger, an denen Tesla-Fahrer nach Firmenangaben innerhalb von 30 Minuten etwa 270 Kilometer Reichweite aufladen könnten. Im Zuge des starken Wachstums baue Tesla weltweit das Lade- und Standortnetz kontinuierlich aus. Wer im Tecklenburger Land einen Tesla fährt, muss allerdings noch weite Wege bis zum nächsten Supercharger in Kauf nehmen: Die nächsten gibt es am Kamener Kreuz, in Emsbüren an der A 31 sowie an der A 1 in Lohne bei Oldenburg.

Eine Seltenheit auf Wachstumskurs

Die Zahl der zugelassenen Elektroautos wächst hierzulande rasant. Anfang dieses Jahres waren es nach Daten des Statistikbundesamtes knapp 54.000 und damit mehr als doppelt so viele wie ein Jahr davor.

Auf den Straßen im Tecklenburger Land sind reine E-Fahrzeuge noch eine Seltenheit. Im Kreis Steinfurt waren zum Stichtag 10. August 2017 insgesamt 251.321 Pkw zugelassen, darunter gerade einmal 221 reine E-Fahrzeuge.

Zugelassene E-Autos im Kreis Steinfurt. Grafik: Jürgen Christ

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 waren nach Angaben des Straßenverkehrsamtes in der Gemeinde Westerkappeln 10.112 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon nur drei mit Elektromotor. Ähnlich sieht das Verhältnis in den Nachbargemeinden aus; so waren in Lotte insgesamt 10.891 Pkw zugelassen, lediglich zwei davon mit 100 Prozent E-Antrieb, in Mettingen waren 5 Autos von insgesamt 10.230 E-Mobile und in der Stadt Ibbenbüren waren von 41.907 zugelassenen Autos 23 elektrisch unterwegs.


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