Was von den Ferien übrigblieb Kulturfest in Westerkappeln

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Rauch aus der Nebelmaschine gibt es im Theaterstück „Donnerwetter“.Foto: Jannik ZeiserRauch aus der Nebelmaschine gibt es im Theaterstück „Donnerwetter“.Foto: Jannik Zeiser

Westerkappeln. In einem Kulturfest hat die Westerkappelner Elterninitiative für Spielen und Erleben (Wespe) die Werke der Kinder aus den Ferienspaßaktionen vorgestellt. Höhepunkt des Nachmittags war die Aufführung des Theaterstücks „Donnerwetter“.

Die großen Ferien sind für dieses Jahr vorüber – was bleibt? Nun, eine ganze Menge, wie Besucher des Wespe-Kulturfestes erfuhren. Ferienspaßaktionen wie Töpfern, Nähen, Filzen, das Sprachcamp oder ein Theaterworkshop bringen schließlich viele Kunstwerke hervor. Bis zum Kulturfest hatten die Kinder ihre Werke der Wespe überlassen, um sie dann Familie und Freunden präsentieren zu können.

Ergebnisse der Ferienspaßaktionen

Veranstaltungsort war der „Garten Eden“ an der Rückseite des Schulzentrums. Stapelweise Holzpaletten bildeten dort unter anderem die „Arena“, einen ringförmig eingeschlossener Platz, der nun als Ausstellungsfläche für Selbstgenähtes diente. „Wir haben für das Nähen hauptsächlich alte Jeansstoffe verwendet“, erzählte Andrea Baumgarten, die die Nähkurse betreut hatte. Der Fokus habe auf dem sogenannten „Upcycling“ gelegen, also dem Aufwerten alter Materialien. Was die Kinder daraus machten, lag in ihrer eigenen Hand – viele Turnbeutel, Taschen und Rucksäcke zierten die Wände der „Arena“, auch einige Kissen waren ausgestellt. Unweit zeigte Jutta Ohlmeyer, wie mit Wolle, warmem Wasser und kleinen Steinen ganz einfach ein Filzkunstwerk entsteht. Auch diese Aktion sei in den Ferien super angenommen worden, berichtete Ohlmeyer. Gleiches gilt für das Töpferangebot: Sorgfältig bemalte Vasen und Schalen zierten einen Tisch, alles Erzeugnisse aus den Sommerferien.

Kinder machen Theater

Der Höhepunkt des Kulturfestes war die Premiere des Theaterstücks „Donnerwetter“, das in einem 14-tägigen Workshop mit dem Theaterpädagogen Robert Rickert entstanden ist. Die Geschichte stammt von den Kindern selbst, auch die Kulisse und Requisiten haben sie selbst gefertigt. In dem Stück geht es um eine Gruppe von Tieren und bekannten Märchenfiguren – Pinocchio und Rotkäppchen sind darunter. Sie leben auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik, die eines Tages von skrupellosen Geschäftemachern wieder in Betrieb genommen wird; dabei entsteht eine Menge Müll. Klar, dass die Bewohner sich das nicht gefallen lassen. Bei den Zuschauern, Eltern wie Kindern, sorgte das Stück für gute Laune. Nicht zuletzt, weil aus dem Publikum Statisten mitwirken durften, um sowohl Blumen als auch die schmutzige Fabrik-Maschinerie darzustellen.

Unterstützt vom „Kulturrucksack NRW“

„Wir finden es toll, dass die Kinder der WeSpe bis heute ihre Werke überlassen haben, damit sie jetzt gezeigt werden können“, so Astrid Pflüger-Ott aus dem Kinderbüro. Möglich seien die zahlreichen Ferienaktionen auch dank finanzieller Unterstützung etwa durch das Förderprogramm „Kulturrucksack NRW“.


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