Der Werder von Cappeln Was Westerkappeln mit Werder Bremen gemeinsam hat

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Lotte/Westerkappeln Von Werder Bremen hat man schon viel gehört, der Bremer Verein spielt schon lange in der deutschen Bundesliga Fußball und ist bisweilen sogar in Lotte zu Gast. Aber wer hätte gedacht, dass es vor Ort in Cappeln auch ein Werder gibt?

Der Westerkappelner Werder heißt eigentlich Werth, mundartlich Wäärt. Die Flächen liegen in Cappelns Westen, nahe des Westerbecker Mühlenbachs. In diesen gehört auch der Wäädel, heute Roseninsel genannt. Auf der kleinen Insel stand einst ein Sommerhäuschen, zu dem ein Reitweg von Gut Cappeln führte.

Im Verlauf des Mühlenbaches liegen noch weitere Werth-Fluren: der Werth, im Werth, am Werth, Werthstück, Brackenwerth, auf den Meinwerth und mundartlich „Grotten Wäärt“. Letzterer liegt innerhalb des „grauten Diek“ und dürfte ähnlich der Roseninsel ehemals teilweise oder vollständig von Wasser umgeben gewesen sein.

Werth oder auch mundartlich Wäärt gehen sprachlich auf das altsächsische werith zurück, althochdeutsch werid. Mit dem Mittelniederdeutschen Werde in der Bedeutung Flussinsel, Halbinsel, Uferland kommt man dem Werder Bremen schon näher. Gemeint sind in Westerkappeln wie in Bremen Fluren, die im oder am Wasser liegen. Anders liegen die Dinge bei Werth-Hofnamen in Cappeln. Hier kommen die Bedeutungen Flussinsel oder Ufer nicht zum Tragen, vielmehr bezieht sich Landwehrwerth beispielsweise auf den Besitzer in der Bedeutung Landwehr-Wirt, im Sinne von Gastgeber.

Der Flurname ‚auf der Werth‘ in Sennlich ist hingegen vermutlich im Sinne von ‚auf der Woort‘ zu verstehen: Eine Hofstelle auf einem erhaben gelegenen Stück Land, beziehungsweise ein fruchtbares, hofnahes Ackerflurstück.

Ein Solches findet sich auch in der Nachbargemeinde Lotte in Halen.


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