Vergleich des Steuerzahlerbundes Abwassergebühren in Westerkappeln gesunken

Von Frank Klausmeyer

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Der Bund der Steuerzahler hat wieder Entsorgungsgebühren verglichen. Bei der Müllabfuhr sind die Unterschiede weniger gravierend als beim Abwasser.Symbolfoto: dpaDer Bund der Steuerzahler hat wieder Entsorgungsgebühren verglichen. Bei der Müllabfuhr sind die Unterschiede weniger gravierend als beim Abwasser.Symbolfoto: dpa

Westerkappeln. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) in Nordrhein-Westfalen hat mal wieder die Abfall- und Abwassergebühren in den 396 Städten und Gemeinden des Landes verglichen. Dieses Mal wartet er mit einer erfreulichen Nachricht auf: In diesem Jahr sei die Belastung für einen vierköpfigen Musterhaushalt im landesweiten Durchschnitt leicht gesunken.

Dieser positive Trend dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in manchen Kommunen die Gebühren im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen seien. 

Überdies gibt es zwischen einzelnen Kommunen weiterhin teilweise enorme Unterschiede bei den Gebührensätzen. Das gilt insbesondere für die Abwasserbeseitigung.

Westerkappeln ist dem BdSt dabei positiv aufgefallen. Denn hier wurden die Gebühren für Schmutz- und für Regenwasser gesenkt. Für den Kubikmeter Schmutzwasser zahlen die Bürger momentan 2,70 Euro, für die Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation werden 27 Cent pro Quadratmeter voll versiegelter Grundstücksfläche in Rechnung gestellt.

Der vom BdSt angenommene Musterhaushalt muss damit dieses Jahr 575,10 Euro an die Gemeinde überweisen. Vergangenes Jahr waren es noch 611,60 Euro. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent.

Im Kreis der Nachbargemeinden bewegt sich Westerkappeln damit im Mittelfeld. In Mettingen zahlen die Bürger nach den Berechnungen des Steuerzahlerbundes mit 318 Euro dabei deutlich am wenigsten. Im Vergleich aller NRW-Kommunen sind die Abwassergebühren im Tüöttendorf sogar die zweitniedrigsten im Land.

In Tecklenburg stellt sich die Lage ganz anders dar: Dort muss der Musterhaushalt 811 Euro auf den Tisch legen. Den Bürgern der Festspielstadt wird es da nur ein schwacher Trost sein, dass die Gebühren stabil geblieben sind.

Für Ibbenbüren hat der BdSt eine Abwassergebührenrechnung in Höhe von rund 596 Euro errechnet, in Recke werden 747,30 fällig und auch in Lotte kostet die Abwasserbeseitigung mit 771 Euro die vierköpfige Familie deutlich mehr als in Westerkappeln.

Bei der Müllabfuhr sind die Unterschiede weniger gravierend, wobei die Jahresgesamtgebühren für einen Musterhaushalt in Ibbenbüren (127,20 Euro) und in Lotte (128,70 Euro) im Vergleich zu ihren Nachbargemeinden doch deutlich günstiger sind. In Westerkappeln muss die Modellfamilie dieses Jahr nämlich 176 Euro zahlen. In Tecklenburg sind es 174 Euro, in Mettingen 172 Euro und in Recke 158,20 Euro. Die Differenzen hängen auch mit der Fläche der Kommunen zusammen, denn die Transportkosten sind Teil der Gebührenkalkulation.

Landesweit sind die Unterschiede bei der Gebührenbelastung teilweise riesig. In Reken zahlt ein Musterhaushalt mit 246,50 Euro die geringsten Gebühren in NRW. Am teuersten ist es in Neunkirchen-Seelscheid mit 1289,74 Euro.

Der Bund der Steuerzahler hat wieder Entsorgungsgebühren verglichen. Bei der Müllabfuhr sind die Unterschiede weniger gravierend als beim Abwasser.Foto: hpe


Musterhaushalt

Für seinen Vergleich der Abwassergebühren hat der BdSt NRW folgenden Musterhaushalt gebildet: vier Personen, die 200 Kubikmeter Frischwasser verbrauchen und 130 Quadratmeter vollversiegelte, abflusswirksame Fläche vorhalten. Bei der Gegenüberstellung der Abfallgebühren hat der Steuerzahlerbund für die Modellfamilie die vierwöchentliche Abfahrt einer 120-Liter-Restmülltonne sowie die 14-tägliche Entleerung eines 120-Liter-Bioabfallgefäßes sowie Papierabfall in haushaltsüblichen Mengen zugrunde gelegt.

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