Heißes Thema im Ratssaal Ausstellung informiert über richtiges Heizen mit Öfen

Von Katja Niemeyer

Laden noch bis zum 14. August zum Besuch der Ausstellung „Kaminofen & Co.“ im Rathaus ein: Der Westerkappelner Umweltbeauftragte Friedhelm Wilbrand und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.Foto: Katja NiemeyerLaden noch bis zum 14. August zum Besuch der Ausstellung „Kaminofen & Co.“ im Rathaus ein: Der Westerkappelner Umweltbeauftragte Friedhelm Wilbrand und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer.Foto: Katja Niemeyer

Westerkappeln. Im Westerkappelner Rathaus ist noch bis zum 14.August die Wanderausstellung „Kaminofen & Co. – Was Sie über das Heizen mit Holz wissen sollten“zu sehen.

Die anhaltende Trockenheit und Hitze dürften Westerkappelns Umweltbeauftragten Friedhelm Wilbrand in diesen Wochen durchaus fordern, drohen doch viele Pflanzen und Bäume der Gemeinde zu vertrocknen.Dennoch ließ er es sich nehmen, auf eine Ausstellung aufmerksam zu machen, die mit einem Thema daherkommt, das gerade in diesem Sommer absonderlich klingt: Bei schweißtreibenden Außentemperaturen können sich derzeit Kamin- und Ofenbesitzer – oder solche, die es werden wollen – im Rathaus übers richtige Heizen informieren.

Menge und Zeitpunkt wichtig

Der Titel der Wanderausstellung der Deutschen Umwelthilfe: „Kaminofen & Co. – Was Sie über das Heizen mit Holz wissen sollten“. Auf den vier Stellwänden, die im Ratssaal aufgebaut wurden, erfährt der Leser zum Beispiel, dass es beim Holz auf den richtigen Feuchtegehalt ankommt und dass man die Luftklappen des Kamins beim Anheizen vollständig öffnen soll. Auch dem Thema Nachlegen von Holzscheiten widmet die Ausstellung einen eigenen Unterpunkt. Dabei kommt es übrigens nicht nur auf den richtigen Zeitpunkt, sondern auch auf die richtige Menge an.

Angesichts des Themas muss auch Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer schmunzeln, gerät aber dennoch ein wenig ins Schwärmen, wenn sie von der „gemütlichen Atmosphäre“ spricht, die ein Kamin verströme.

Viele können mit Öfen nicht umgehen

Schade nur, dass offenbar viele Ofenbesitzer mit einem solchen Gerät nicht umgehen könnten. Was Wilbrand nur bestätigen kann: Holzöfen, sagt er, seien die „größten Verursacher von Feinstaub“. So könnte ein falsch betriebener Kaminofen über 5000 Milligramm Feinstaub pro Kubikmeter ausstoßen – 50 mal mehr als bei ordnungsgemäßer Bedienung.

Ein Besuch der Ausstellung könnte also durchaus lohnen. Zumal die Temperaturen in dem abgedunkelten Ratssaal im Bereich des Erträglichen liegen. Interessierte können noch bis zum 14. August während der Öffnungszeiten des Rathauses vorbeischauen. Dann zieht die Ausstellung zum nächsten Ort.

„Kaminofen & Co.“ ist Teil des Projektes „Clean Heat“ der Deutschen Umwelthilfe, mit dem der Feinstaub und der Ruß, den deutsche Holzfeuerungsanlagen produzieren, nachhaltig gesenkt werden soll.

Info zum Projekt unter www.clean-heat.de


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN