Treffen auf der Baustelle Mieter für Einkaufsmeile Westerkappeln präsentiert

Von Katja Niemeyer

Kennenlern-Treffen auf der Baustelle: Mark Winter (Auric Hörsysteme), Sabrina Vitale (Bäckerei Wellmann), Astrid Beier (Blumen- und Pflanzenmarkt), Verena Ramme (Apothekerin), Uwe Igelbrink (Schreibwaren, Lotte-Toto), Conrad Kamp (Architekt), Dr. Henning Riße (Zahnarzt) und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (von links). Foto: Katja NiemeyerKennenlern-Treffen auf der Baustelle: Mark Winter (Auric Hörsysteme), Sabrina Vitale (Bäckerei Wellmann), Astrid Beier (Blumen- und Pflanzenmarkt), Verena Ramme (Apothekerin), Uwe Igelbrink (Schreibwaren, Lotte-Toto), Conrad Kamp (Architekt), Dr. Henning Riße (Zahnarzt) und Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer (von links). Foto: Katja Niemeyer

Westerkappeln. Auf der Erweiterungsfläche des Einkaufszentrums an der Heerstraße hat am Dienstagnachmittag ein großes Kennenlern-Treffen stattgefunden. Gekommen waren fast alle künftigen Mieter des Geschäftshauses, das derzeit auf dem Grundstück westlich der großen Märkte entsteht.

Der Investor – ein Privatier aus Mettingen – sowie der Architekt des Baus, Conrad Kamp, empfingen die Mieter mit einem Glas Sekt. Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer sprach von einem „Einkaufsmagneten“. Kamp nannte die Erweiterung einen „notwendigen und richtigen“ Schritt.

Eingeschossiger Klinkerbau

In den eingeschossigen Klinkerbau, der laut Architekt bis spätestens Weihnachten fertig sein soll, ziehen insgesamt sechs Geschäfte sowie eine Apotheke mit Fußpflegepraxis und eine Zahnarztpraxis ein. Eine Reihe der neuen Mieter sind zurzeit mit einem Geschäft im Ortskern vertreten, andere lassen sich neu in Westerkappeln nieder.

Umzug aus dem Ortskern

So wird die Bäckerei Wellmann nach eigenen Angaben ihren Standort an der Großen Straße aufgeben, um in dem neuen Geschäftshaus einen mehr als doppelt so großen Laden mit einem erweiterten Angebot zu eröffnen. Auch das Modegeschäft „CC Fashion“, derzeit ebenfalls ansässig an der Großen Straße, zieht an die Heerstraße. Ebenso wie der ehemalige „En-Vogue“-Laden, der bis vor einiger Zeit mitten im Ortskern firmierte und nun in dem neuen Geschäftshaus wiedereröffnet wird, wie Kamp berichtet. Unter den Mietern ist ferner der Blumen- und Pflanzenmarkt, der bis dato seinen Sitz in dem Nahversorgungszentrum an der Vidumstraße hat.

Unter den Gästen des Kennenlern-Treffens war auch Zahnarzt Dr. Henning Riße, der mit seiner Praxis ebenfalls aus dem Ortskern in den Erweiterungsbau des Einkaufszentrums zieht.

Neu in Westerkappeln

Ganz neu in Westerkappeln lassen sich ein Hörgeräteakustiker aus Osnabrück, eine Apothekerin und ein Schreibwarengeschäft mit Lotto-Toto-Annahme- und Poststelle nieder.

Flaniermeile

Sie alle ziehen in den rund 100 Meter langen, eingeschossigen Bau mit einer Grundfläche von 1800 Quadratmetern – davon 800 Quadratmeter für Verkauf –, der sich in einem leichten Bogen am Kopf des Einkaufszentrums erstreckt. Dadurch, dass ein Geschäftslokal neben dem anderen angeordnet ist, entsteht nach Auffassung des Architekten Kamp entlang der großflächigen Fenster eine „Flaniermeile“. Diese wird übergehen in eine Parkfläche mit insgesamt 65 Einstellplätzen.

Zu- und Abfahrt noch unklar

Unklar ist weiterhin, wie die Zu- und Abfahrt langfristig geregelt werden soll. Erst einmal werden die Kunden das Gebäude wohl über die Heerstraße erreichen.

Zur Debatte steht aber, wie berichtet, den Kundenverkehr dauerhaft über den Merschweg auf die Mettinger Straße zu führen. Beschlossene Sache ist aber auch dies noch nicht, wie Große-Heitmeyer auf Nachfrage betonte. „Durchaus denkbar ist derzeit, dass die Gemeinde den Zufahrtsbereich von dem Investor erwirbt und damit in dem Punkt handlungsfähig bleibt“, so die Verwaltungschefin. Grünes Licht für den hierfür notwendigen Grundstückskauf habe sie von der Politik erhalten.

Gespräche mit Merschweg-Anliegern

Auch der Investor habe grundsätzlich Verkaufsbereitschaft signalisiert. Große-Heitmeyer weist außerdem darauf hin, dass es bereits mehrere Gespräche mit Anwohnern des Merschweges gegeben habe, in denen sie die Sachlage dargestellt habe. Architekt Kamp hatte noch vor wenigen Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass der Investor eine „genehmigungsfähige Zu- und Abfahrt zum Merschweg hat“. Nach damaligem Stand der Dinge sollte es eine Schranke geben, die nur tagsüber für den Kundenverkehr geöffnet ist.


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