Kräftige Beine und dunkle Augen 160 Schäferhunde bei Landesgruppen-Zuchtschau in Westerkappeln

Von Katja Niemeyer

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Westerkappeln. Bei der Landesgruppen-Zuchtschau in Westerkappeln sind 160 Schäferhunden den Richtern vorgeführt worden. Tiere aus elf Nationen nahmen an den Bewertungen teil.

In einem Affenzahn rennen Männer und Frauen hin und her. Einige von ihnen haben Trillerpfeifen im Mund, andere verschaffen sich allein durch ihre Stimme Gehör. Quer durcheinander rufen sie Namen wie Marianna, Lizzy und Tequila. Der Ton: laut, aufmunternd und bestimmt. Die Namen gehören zu Schäferhunden, die am vergangenen Sonntag auf insgesamt drei Plätzen Richtern vorgeführt wurden. Ihre Herrchen und Frauchen feuerten ihre Vierbeiner nach Leibeskräften an. Ging es doch um eine möglichst gute Bewertung bei der Landesgruppen-Zuchtschau, die die Ortsgruppe Westerkappeln des Deutschen Schäferhundevereins auf dem Gelände neben dem Schulzentrum veranstaltet hat.

Prüfende Blicke

Unter den prüfenden Blicken der fünf Richter wurden dabei insgesamt 160 Hunde vorgeführt. Darunter auch zahlreiche ausländische Tiere. Neben Deutschland waren bei dem Wettbewerb zehn weitere Nationen vertreten, wie Barbara Coesfeld, 2. Vorsitzende der Westerkappelner Ortsgruppe, am Rande berichtet.

Züchter aus Dänemark

Aus Dänemark etwa sind Morten Ratgen und Glenn Jensen angereist. Sie gehören zum Team Marlboro, sind mit einer Zwischenübernachtung in Bremen angereist und stehen nun in der heißen Mittagssonne. Ihre beiden Hündinnen Sille und Aslan sind noch im Anhänger. Sie treten in der Junghundeklasse an, deren Prüfung in Kürze beginnen soll. Die beiden Dänen gehören, wie sie ein wenig stolz erzählen, zu den besten Schäferhund-Züchtern in ihrem Land. Fast jedes Wochenende laden sie ihre Tiere ein, um sie auf Wettbewerben im In- und Ausland vorzustellen. Als nächstes stehen zum Beispiel Schweden, Berlin und Nürnberg auf ihrem Tourprogramm.

Keine gute Figur

Morten Ratgen und Glenn Jensen, die ihr Geld als Techniker und Handwerker verdienen, lieben Deutsche Schäferhunde, wie sie sagen. Die Rasse eigne sich prächtig als Familienhund, außerdem seien die Tiere leicht zu trainieren, erläutert Glenn Jensen, bevor er zum Auto eilt, um seine Sille abzuholen. Die Prüfung läuft am Ende gar nicht gut für die beiden. Der Däne lässt den Kopf hängen, während seine Hündin kräftig hechelt. Mehrfach musste sie um den Platz rennen und dabei eine möglichst gute Figur machen. Neben der Gangart beurteilen die Richter auch die Anatomie der Tiere.

Rassestandard

Die Hunde, berichtet Barbara Coesfeld von der Westerkappelner Ortsgruppe, sollen beim Lauf weit ausschreiten – „wie Ballerinas“. Auch sollten sie ein freundliches Wesen haben und nicht dick sein. Ihre Augen sollten dunkel, ihre Ohren stehend und ihre Hinterbeine kräftig und leicht gewinkelt sein. Hündinnen dürfen zwischen 55 und 60 Zentimeter, Rüden zwischen 60 und 65 Zentimeter groß sein. Das sind nur einige der Merkmale, die, wie Barbara Coesfeld erläutert, zum sogenannten Rassestandard gehören. Zur Zucht werden nur die Besten zugelassen.

Auch wenn die Bewertung von Glenn Jensens Sille nur mittelmäßig ausfiel – bei der Bundessiegerzuchtschau, die Anfang September in Nürnberg stattfindet, tritt der Däne in jedem Fall an. Der Züchter besitzt noch vier weitere Schäferhunde, die zum Teil mit „vorzüglich“ bewertet wurden.

Weitere Informationen: www.og-westerkappeln.de


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