Quartiersfest im Paradieschen Infos über energetische Sanierung und Unterhaltung

Von Dietlind Ellerich

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Begrüßten die Besucher des Nachbarschaftsfestes (von links): Silke Wesselmann vom Verein „energieland2050“, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, Lisa Maurer (Ingenieur- und Planungsbüro Gertec), Frank Schürkamp (Kreissparkasse Steinfurt) und Sara Dietrich (energieland2050) . Foto: Dietlind EllerichBegrüßten die Besucher des Nachbarschaftsfestes (von links): Silke Wesselmann vom Verein „energieland2050“, Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer, Lisa Maurer (Ingenieur- und Planungsbüro Gertec), Frank Schürkamp (Kreissparkasse Steinfurt) und Sara Dietrich (energieland2050) . Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln. Die Gemeinde Westerkappeln und der Verein „energieland2050“ hatten zum Nachbarschaftsfest auf das Gelände des Schulzentrums eingeladen. Ein zentrales Thema: die Ergebnisse der vom Quartier „Paradieschen“ angefertigten Thermografieaufnahmen.

„Müsst ihr jetzt neu bauen?“, fragt ein Mann das Ehepaar, das in der gleichen Straße wohnt. „Nee, wir machen nichts mehr, wir können gar nicht so viel einsparen, weil wir gar nicht so viel verbrauchen“, antworten die Senioren. Auch wenn die von den 170 Häusern des Quartiers „Paradieschen“ angefertigten Basis-Thermografieaufnahmen nicht in allen Fällen umgehend Bau- und Sanierungsmaßnahmen nach sich ziehen werden, kamen die Eigentümer doch ins Gespräch.

Viele nutzten die Gelegenheit, sich die Aufnahmen ihres Hauses ausdrucken zu lassen und mit Energieberater Franz Wennemann zu besprechen, was sinnvoll oder möglich wäre, um das Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen. „Mehr als Wohnen – Gemeinsam die Zukunft des Paradieschens gestalten“, lautete das Motto des Festes, auf dem die Nachbarn nicht nur miteinander ins Gespräch kommen, sondern auch Wünsche, Anregungen und Ideen einbringen sollten, wie sie sich ihr 280 Hektar großes Quartier in der Zukunft vorstellen. „Wir möchten von Ihnen erfahren, was bei Ihnen los ist, wie wir Ihnen helfen, wie wir Sie beraten können“, wandte sich Silke Wesselmann vom Verein „energieland2050“ unter dem Dach des Amts für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt an ihre Gäste.

Deren Wünsche klangen am Freitag recht bescheiden. „Ein paar Bänke zum Ausruhen und zum Treffen mit den Nachbarn, dazu Papierkörbe, damit nicht so viel Müll in den Gärten und auf den Straßen landet“, überlegt eine Anwohnerin, was ihr auf der Seele brennt.

Auf Schlangestehen für den Thermografieausdruck, für das Gespräch mit Energieberater Wennemann oder mit Lisa Maurer, Mitarbeiterin des Ingenieur- und Planungsbüros Gertec, lassen sich die Nachbarn dennoch bereitwillig ein. Während die einen sich noch die Frage stellen, ob die Dämmung von Dach, Außenwand oder Kellerdecke ausreichend ist, ob der Einbau einer neuen Heizungsanlage oder neuer Fenster notwendig ist, gleich eine Komplettsanierung fällig ist oder alles bleiben kann, wie es ist, genießen die anderen Würstchen, Getränke und das Unterhaltungsprogramm.

Auf der Bonsai-Bühne erzählen Sebastian Netta & Friends musikalische Geschichten, ein Veeh-Harfen-Ensemble sorgt ebenfalls für Unterhaltung. David Langkamp ist als Stelzenläufer, Diabolospieler, Jongleur und Luftballonmodellierer unterwegs, die Westerkappelner Elterninitiative für Spielen und Erleben (Wespe) lockt mit Smoothies und Aktionen. Keine Zeit also für Langeweile auf dem Nachbarschaftsfest des Projektes, das von der Kreissparkasse Steinfurt finanziell unterstützt wird.

Das Paradieschen in Westerkappeln gehört im Rahmen des Projektes „Sieben auf einen Streich“ zu den sieben Pilotquartieren im Kreis Steinfurt, für die mit Fördermitteln der KfW-Bank integrierte Konzepte inklusive Empfehlungen zur energetischen Sanierung erstellt werden.

Der Verein „energieland2050“ koordiniert das Geschehen und hilft den Gemeinden, unter anderem auch Ibbenbüren, Lotte und Mettingen, bei der Umsetzung.


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