Drei Frauen, eine Ausstellung Bilder und Skulpturen am Kulturhof Westerbeck

Von Karin C. Punghorst

<em>Farblich korrespondieren</em> die Keramikarbeiten von Beatrice Gunschera mit den teils materialgebundenen Malereien der Künstlerin Monika Leonhard. Foto: privatFarblich korrespondieren die Keramikarbeiten von Beatrice Gunschera mit den teils materialgebundenen Malereien der Künstlerin Monika Leonhard. Foto: privat

Westerkappeln. Gleich drei Künstlerinnen präsentiert der Kulturhof in seiner September-Ausstellung im Galerie-Café: Die Malerinnen Monika Leonhard und Annette Piwowarski sowie die Keramikerin Beatrice Gunschera. Vorstellung und Eröffnung ist am Sonntag, 8. September, um 17 Uhr. Die Einführung gestalten Petra und Elmar Woelm aus Osnabrück.

Auf Raimund Beckmann müssen die Besucher bei dieser Veranstaltung verzichten. „Leider“, werden sicherlich viele sagen. Doch der Betreiber des Kulturhofs nimmt sich erstmals nach drei Jahren eine wohlverdiente kurze Auszeit.

Während Monika Leonhard und Beatrice Gunschera als befreundete Künstlerinnen gewissermaßen im Dialog arbeiten, geht Annette Piwowarski ihren ganz eigenen Weg, schreibt Marianne Lohmann, Kuratorin des Kulturhofs, in einer Pressemitteilung.

Piwowarski ist Gestalt- und Kunsttherapeutin. Ihre Werke der Malerei und Bildhauerei „sind von poetischer Strahlkraft“. Ihre Objekte scheinen Geheimnisse zu verbergen – wie Schatzkammern. Es dominieren feinschichtige Farbebenen, zumeist blaue Schleier.

Die Werke stehen in einem reizvollen Kontrast zu den erdfarbenen und teils materialgebundenen Arbeiten von Monika Leonhard. Ihre Exponate wiederum korrespondieren farblich und stofflich mit den erdgebundenen Arbeiten von Beatrice Gunschera, die ihre Keramiken im archaischen Tonnenbrandverfahren im selbst gebauten Ofen in Raku-Technik herstellt. Der Schaffensprozess von Beatrice Gunschera wird durch den Vorgang des Brennens und Abkühlens vielen Unwägbarkeiten ausgesetzt ist, die aber oft mit „beglückenden Überraschungen erfreuen“.

Die Sprache des Unwägbaren und im gelenkten Zufall Verborgenen werde ihr zur Inspirationsquelle für archaisch anmutende formschöne Objekte und Figuren. Sie kombiniert viele ihrer Keramikobjekte mit Fundstücken wie Zivilisationsresten, angeschwemmten Treibhölzern, Wurzeln, Ästen und Knochen.

Monika Leonhard sammelt auch Reste und Verbrauchtes, sie entdeckt „Werte der Schönheit im Vergänglichen und macht längst Abgelegtes zur Grundlage eigener Schöpfungen“. Auf der Grundlage dieser Gegenstände arbeitet sie dann aber abstrakt. Selbst wenn ein Foto Ausgangspunkt der Malerei war, wird aus einem ungewöhnlichen Objekt doch eine gegenstandslose Schau.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Oktober an allen Sonntagen jeweils nachmittags ab 13 Uhr geöffnet – für Gruppen nach Anmeldung unter pro.beck@gmx.de auch zu anderen Zeiten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN