Das Flair vergangener Zeiten Oldtimertreffen am Traktorenmuseum Westerkappeln

Von Luca Pals

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Familie Hamel aus Ostfriesland kommt jedes Jahr: Das Faible für die alten Maschinen verbindet sie alle, dicke Maschinen haben auch sie mitgebracht. Foto: Luca PalsFamilie Hamel aus Ostfriesland kommt jedes Jahr: Das Faible für die alten Maschinen verbindet sie alle, dicke Maschinen haben auch sie mitgebracht. Foto: Luca Pals

Westerkappeln. Bevor sie zu sehen sind, hört man sie: Tucker, tucker geht es auf der Lotter Straße Richtung Traktorenmuseum in Düte. Zahlreiche Aussteller von nah und fern waren über das Wochenende nach Westerkappeln gekommen. „Über 100 Aussteller“, wie Peter Knetsch aus dem Vorstand der Alttraktorenfreunde Tecklenburger Land stolz zum Besten gab. Denn das alljährliche Oldtimertreffen stand an.

Knetsch ist sich beim Gang über die Ausstellungswiese – auf der so manches Schmuckstück zu sehen ist – sicher: „So ein Treffen gibt es im Tecklenburger Land nicht noch einmal.“ Eine richtige Rarität also.

Und mit Raritäten kennen sich die Vereinsmitglieder aus: Eine alte Waschmaschine aus den 1920er Jahren wird immer noch genau so per Motor angetrieben wie der „einzige deutsche Herforder Motor“ noch seine PS zeigen kann – läuft alles noch rund wie schon vor Jahrzehnten.

Auch bei den Besuchern: Die kamen ab dem Nachmittag, ließen sich den Sonntag nicht entgehen und bekamen so manches geboten: Hanomag, Lanz, Güldner oder Deutz – die bekanntesten Marken präsentierten sich bei bestem Wetter: Keine Wolke am Himmel, Petrus schenkte den Oldtimer-Fans die volle Dröhnung Sonnenstrahlen.

Das gefiel natürlich auch den Ausstellern – wie der Familie Hamel aus Ostfriesland. Mit dem Wohnwagen angereist, genießen sie schon seit vielen Jahren das Wochenende auf dem Platz in Westerkappeln. „Hier ist es ruhig. Man kann die Seele baumeln lassen“, sagte der Familienvater, als sein Nachbar mit dem alten Deutz um die Ecke fuhr: Man merkt ihm die Leidenschaft für die Maschinen an, besonders die alten Schätzchen haben es ihm angetan.

Peter Knetsch ist einer von den Fans alter Landmaschinentechnik. Besonders stolz ist er auf die Kartoffellegemaschine aus den 60er Jahren. An beiden Tagen kam sie zum Einsatz und zeigte, „wie die Kartoffel früher in die Erde kam“, so Knetsch. Die Legemaschine ist am Trecker befestigt, zwei Mann legen die Erdäpfel in die Maschine, ein Abstandsmesser legt die Kartoffel an die richtige Stelle – wie es früher halt gemacht wurde.

Viel zu bestaunen gab es, sich kräftig stärken ging auch: Das Bauerncafé lud an beiden Tagen mit Brot und Kuchen zum netten Beisammensein ein.


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