Grundschule am Bullerdiek Offener Ganztag in Westerkappeln: Große Lösung ist beantragt

Von Frank Klausmeyer

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So sieht die „große Lösung“ (Ostansicht) aus. Das Obergeschoss des Anbaus (links) bekäme ein Pultdach, das neue Gebäude würde voll unterkellert. Beschlossen ist das aber alles noch nicht. Foto: flatauarchitektenSo sieht die „große Lösung“ (Ostansicht) aus. Das Obergeschoss des Anbaus (links) bekäme ein Pultdach, das neue Gebäude würde voll unterkellert. Beschlossen ist das aber alles noch nicht. Foto: flatauarchitekten

Westerkappeln. Die Mitglieder des Bau- und die des Schulausschusses redeten sich in einer gemeinsamen Sitzung geschlagene anderthalb Stunden die Köpfe heiß. Es ging es um das Ausmaß der Erweiterung für den Offenen Ganztag (OGS) der Grundschule am Bullerdiek. Dabei hatte Architekt Edmund Flatau schon im Vorfeld beim Kreis einen Bauantrag für „die große Lösung“ gestellt.

Diese sieht einen voll unterkellerten Anbau am „Haus der Wespe“ mit ausgebautem Obergeschoss vor. „Wir haben das ganze Bauvolumen beantragt, damit wir für alle Fälle eine Genehmigung vorliegen haben. Das heißt aber nicht, dass auch alles gebaut wird.“ Flataus Hinweis nahmen die Mitglieder beider Ausschüsse bereitwillig auf für eine lange Debatte über Bedürfnisse der Ganztagsbetreuung und die Kosten.

Sollte die große Lösung umgesetzt werden, stünden im „Haus der Wespe“ künftig zwölf Betreuungsräume nebst diverser Personal- und Besprechungszimmer als auch Lager- und Abstellkammern im Keller zur Verfügung. „Das alles ist sehr dynamisch“, gab Flatau mit Blick auf die Anmeldezahlen für die OGS zu bedenken. Momentan würden knapp 200 Kinder betreut, auf Dauer könnten es 250 werden.

Nach aktueller Schätzung wird die Gemeinde rund eine Million Euro in die Erweiterung investieren. Vor dem Hintergrund der finanziellen Gesamtlage müsse bei der Umsetzung der Pläne nach Notwendigkeiten abgewogen werden, forderte Michael Pulke (SPD) weitere Kostenberechnungen für alle verschiedenen Optionen. Flatau warnte, dass damit der Zeitplan sich weiter nach hinten verschieben könne. Schon jetztsei man im Verzug.

Susanne Hehemann sprach sich deshalb für die große Lösung aus. „Wir alle wissen, dass wir im Schulzentrum nicht mit überdimensionierten Räumlichkeiten gesegnet sind.“ In der Vergangenheit sei deshalb fast immer irgendwo gebaut worden.

Architekt Flatau mahnte, dass die Ratsgremien möglichst schnell die erforderlichen Beschlüsse fassen sollten, zumal die Unternehmen die Auftragsbücher voll hätten und überhöhte Kosten drohten. Der Bauantrag wurde von den Politikern einstimmig begrüßt. Die OGS brauche die neue Räume zum 1. August, sagte Gabi Hermann. Wenn es gut läuft, haben die Bauarbeiten dann vielleicht begonnen. Abgeschlossen ist die Erweiterung wahrscheinlich nicht vor Ende des kommenden Schuljahres. In der Sitzung fiel schon wieder das Stichwort „Container“. Damit kennt sich die OGS ja aus...


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