Das Nest ist gemacht Düter Nachbarn warten auf die Störche

Von Heinrich Weßling

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Westerkappeln. „Wo bleibt er nur, der Storch“, fragen sich die Nachbarn von der Lotter Straße. Denn sie haben für Meister Adebar ein Nest gebaut. Doch bis jetzt hat sich noch kein Vogel niedergelassen.

Jedenfalls noch nicht dauerhaft. Am Montag der vergangenen Woche wurde immerhin kurz ein Storch gesichtet. „Für ein paar Stunden hat der Probesitzen gemacht“, berichtet Ilse Wulff und zeigt zum Beweis ein Foto auf ihrem Handy. „Aber seitdem haben wir ihn nicht mehr gesehen.“

Nur auf der Durchreise?

In einer kleinen schnuckeligen Werkstatt an der Lotter Straße 17 – nahe des Traktorenmuseums – hat die Düter Rentnertruppe das Storchennest in den vergangenen Monaten gebaut. Bereits 2016 wurden in der Westerkappelner Bauerschaft einige Storchenpaare in der Nähe eines alten Kottens gesichtet.

Ob sie auf einer Durchreise eine Pause eingelegt hatten oder ob sie auf der Suche nach einer Brutstätte waren, ist nicht bekannt. Als vergangenes Jahr wieder rund 30 Störche in der Gegend gesichtet wurden, kam Werner Wulff der Gedanke, den Störchen einen dauerhaften Platz anzubieten. „Dann bleiben sie vielleicht hier“, hofft Wulff.

Am Hansaring in Lotte wird bereits gebrütet

Denn nur wenig weiter am Hansaring in Alt-Lotte ist kürzlich wieder ein Storchenpaar eingezogen und brütet nach Beobachtung der Anlieger dort bereits. Das Paar hat sich bereits im dritten Jahr in dem Nest häuslich eingerichtet und scheint sich wohlzufühlen.

Nest Marke Eigenbau

Diesem Vorbild folgend schmiedeten die Düter Nachbarn im vergangenen Herbst konkrete Pläne. Mit planerischer Unterstützung des Naturschutzbundes (NABU) besorgten sie das notwendige Material für den Hochsitz und begannen mit dem Bau. Für den „Innenausbau“ fuhr Werner Meyer (76) in die Düsterdieker Niederung und sammelte reichlich Weidenholz, um den Störchen ein weiches, molliges Nest zu bereiten.

Nun warten die Nachbarn gespannt, ob Meister Adebar die Einladung annimmt; wenn nicht dieses Jahr, dann vielleicht im nächsten Frühling, so hoffen sie.

Für die Mühen belohnten sich die Aktiven am Samstag mit einem kleinen Nachbarschaftsfest zur Einweihung. „Im letzten Jahr haben wir es noch Brückenfest genannt. Aber in diesem Jahr haben wir das Fest den Bürgern von Düte gewidmet“, sagen die Organisatoren. Wer weiß, vielleicht werde in naher Zukunft noch jemand vom Storch gebissen, meinen sie augenzwinkernd.

Auf jeden Fall hat es den Rentnern viel Spaß gemacht. Und im Sommer wollen sie sich kleineren Tieren widmen. Dann soll ein Insektenhotel gebaut werden – verbunden mit einem Sommerfest.


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