Tatbeteiligung eingeräumt Nach Schüssen in Westerkappeln: 17-Jähriger legt Geständnis ab

Von Katja Niemeyer

Nach den Schüssen auf einen 22-jährigen Westerkappelner und der Festnahme von Tatverdächtigen am Dienstag in Osnabrück, liegt nun ein Geständnis vor. Archivfoto: Katja NiemeyerNach den Schüssen auf einen 22-jährigen Westerkappelner und der Festnahme von Tatverdächtigen am Dienstag in Osnabrück, liegt nun ein Geständnis vor. Archivfoto: Katja Niemeyer

Westerkappeln. Im Fall des offenbar gezielten Anschlages auf einen 22-jährigen Westerkappelner hat es bereits ein Geständnis gegeben.

Wie Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape bestätigt, hat ein 17-Jähriger, der seit Mittwoch zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen in Untersuchungshaft sitzt, eine Tatbeteiligung eingeräumt. Der 16-jährige mutmaßliche Haupttäter und ein ebenfalls in Haft sitzender 18-Jähriger schweigen bislang zu den Vorwürfen.

Westerkappeln atmet auf

Unterdessen hat sich Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer erleichtert gezeigt angesichts des schnellen Ermittlungserfolges der Polizei. „Ich bin froh, dass der Fall offensichtlich aufgeklärt wurde und erst einmal Ruhe eingekehrt ist.“ Auch Vera Terhorst, deren Geschäft „My home Crystal“ nur 50 Meter vom Tatort im Ortskern entfernt liegt, atmet auf: „Einige Kunden hatten sich Sorgen gemacht, als die Täter noch auf freiem Fuß waren.“

Mögliches Strafmaß

Wie berichtet ist in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag ein 22-jähriger Mann in seiner Wohnung durch ein Fenster niedergeschossen worden. Er schwebte anfangs in Lebensgefahr. Mutmaßlicher Haupttäter ist ein 16-jähriger Jugendlicher. Für ihn würde das Jugendstrafrecht gelten. Laut Lechtape kommt für junge Täter bei versuchtem Mord eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren in Betracht.