zuletzt aktualisiert vor

22-Jähriger schwebt in Lebensgefahr Mann in Westerkappelner Wohnung niedergeschossen

Von Katja Niemeyer

Meine Nachrichten

Um das Thema Westerkappeln Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Westerkappeln. Mitten in der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag, gegen 2.42 Uhr, fallen in einer Wohnung im Ortskern von Westerkappeln Schüsse. Ein junger Mann wird schwer verletzt. Er schwebt in Lebensgefahr. Bis zum späten Montagabend war nicht klar, ob die Ärzte den Kampf um sein Leben gewinnen können. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Die Schüsse in der Nacht hört nicht jeder Anwohner, wie am Tag danach zu erfahren ist. Manche schlafen offenbar friedlich weiter, während vor ihrer Haustür die Polizei vorfährt und ihre Arbeit aufnimmt. Männer der Spurensicherung steigen aus ihrem Fahrzeug, streifen ihre weißen Overalls über. Mit rot-weißen Flatterbändern wird der Tatort in der Kreuzstraße weiträumig abgesperrt.

Zwei Schüsse

Wie und warum es zu der Tat kam – dazu haben Polizei und Staatsanwaltschaft Münster bislang keine Angaben gemacht. Wie Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape auf Anfrage erklärt, wurden nach aktuellen Erkenntnissen zwei Schüsse abgegeben. Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, die zuvor in die Wohnung des 22-Jährigen eingedrungen waren, sei indes noch nicht geklärt.

„Bislang haben wir noch keine Hinweise auf das Motiv für die Tat. Wir fahnden mit Hochdruck nach den Tätern“, wird Kriminalhauptkommissar Thomas Götze in einer Pressemitteilung zitiert. Unter seiner Leitung ist eine Mordkommission eingerichtet worden.

Schusssichere Westen

Noch bis in die Nachmittagsstunden ist der Tatort am Ostermontag abgeriegelt. Von zwei Seiten aus sorgen Polizisten auf der Kreuzstraße dafür, dass sich keine Unbefugten nähern können. Einige der Beamten tragen schusssichere Westen. Vor dem Mehrfamilienhaus gegenüber dem VHS-Haus, in dem sich die Tat ereignet haben soll, liegen zwei umgekippte Fahrräder.

Neben der Polizei war auch die Freiwillige Feuerwehr Westerkappeln im Einsatz. Wie Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer auf Anfrage erläutert, war die Wehr von der Polizei angefordert worden, die offenbar eine spezielle Gerätschaft benötigte.

Brandanschlag im Februar

Nur rund 50 Meter vom Tatort entfernt befindet sich der Orientladen, der in der Nacht zum 7. Februar nach einer Explosion in Flammen aufgegangen war. Wie berichtet, sitzen deshalb mittlerweile sieben Tatverdächtige in Haft, darunter der Ladeninhaber und sein Bruder. Oberstaatsanwalt Lechtape geht derzeit nicht davon aus, wie er sagt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Brandstiftung und dem versuchten Tötungsdelikt.

Wer Hinweise zu der Bluttat machen kann, sollte sich an die Polizei unter Telefon  0251/2750 wenden.

Mehr aktuelle Meldungen im Baulicht-Ticker.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN