Verschmutzte Schilder und Tafeln Naturschutz AG putzt Schilder in Westerkappeln

Von Heinrich Weßling

Während Leon seinem Opa Friedhelm Scheel beim Schrubben des Schildes half, kümmerten sich Greta Herschlein (12, hinten links) und Lou Schretter (13) um das Freischneiden. Foto: Heinrich WeßlingWährend Leon seinem Opa Friedhelm Scheel beim Schrubben des Schildes half, kümmerten sich Greta Herschlein (12, hinten links) und Lou Schretter (13) um das Freischneiden. Foto: Heinrich Weßling

weß WESTERKAPPELN. „Opa, ich brauche Wasser“, ruft der fünfjährige Leon, als er mit dem Schrubber über die Schilder geht. Die Tafel ist stark verschmutzt. „Seit Jahren sind die Aufschriften kaum noch zu lesen“, sagt Leons Großvater Friedhelm Scheel. Deshalb machte sich der Westerkappelner Koordinator der AG Naturschutzjugend der ANTL am vergangenen Wochenende mit einigen jungen Helfern auf den Weg nach Seeste, um Schilder zu wienern, die auf Naturschutzgebiete verweisen.

61 Schilder, die auf ein Naturschutzgebiet hinweisen und 57 für ein Landschaftsschutzgebiet wurden nach Scheels Zählung auf dem Gebiet der Gemeinde Westerkappeln aufgestellt – die meisten Mitte der 1980er Jahre. „Einen genauen Katasterplan gibt es nicht“, sagt Scheel. „Ich glaube, die Untere Landschaftsbehörde des Kreises hat keinen Überblick mehr, wo sie einmal ihre Schilder aufgestellt hat.“

Einige Tafeln, die Scheel ausfindig gemacht hat, waren schon umgefallen oder standen nicht mehr an ihrem angestammten Platz. „Aber Schilder, die völlig verdreckt sind, verfehlen ihre Wirkung“, meint der Westerkappelner Umweltaktivist. Die Zeichen müssten Besuchern in Wald und Flur gleich ins Auge fallen, damit diese wüssten, wo wie sich bewegen und wie sie sich verhalten sollen: „Ganz wichtig ist, dass Leute, die einen Hund mitführen, diesen nur angeleint laufen lassen“, sagt Scheel. In Kürze fange wieder die Brutzeit an.

Leon und den Jugendlichen der Naturschutz-AG hat der Schrubber-Einsatz trotz des schneidenden Ostwinds Spaß gemacht – obwohl das ja eigentlich Aufgabe der Behörden gewesen wäre.